Zeugen Jehovas – Wer sind sie?

© Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania

Wenn Sie mit Zeugen Jehovas ein Heimbibelstudium durchführen, dann wäre es empfehlenswert, die nachfolgende Broschüre herunterzuladen, in der grundlegende Aspekte und Praktiken der Wachtturm-Gesellschaft erklärt werden. Die Informationen sollten Sie kennen, da Ihnen diese vor der Taufe sehr wahrscheinlich nicht mitgeteilt werden.

Einem „Bibelstudenten“ werden nur ausgewählte Informationen vermittelt, um eine Mitgliedschaft attraktiv erscheinen zu lassen. Das Infoblatt hebt Bereiche hervor, die eine Person kennen sollte, bevor sie eine Verpflichtung gegenüber der Wachtturm-Gesellschaft eingeht, die mitunter seelisch schmerzhafte Folgen, vor allem bis in den familiären Bereich, nach sich ziehen kann. Wenn Sie jemanden aus Ihrem Umfeld kennen, der dabei ist, den Zeugen Jehovas beizutreten, könnte es hilfreich sein, dieser Person einen Ausdruck der nachfolgenden Broschüre mitzugeben.

Ich druckte die Broschüre aus und gab diese einem Verwandten, der in die Doktrin der Wachtturm-Gesellschaft hineingezogen wurde. Ich habe einfach gesagt: „Das musst du zuerst wissen“, und händigte ihm die Seiten aus. Und das war alles, was die Person benötigte, um einen Schritt zurückzutreten und die Dinge kritisch zu betrachten.

Das Infoblatt kann auch über die folgende Kurz-URL aufgerufen werden: bit.ly/jw-info

Infoblatt: Zeugen Jehovas – Wer sind sie?

Wer sind Jehovas Zeugen?

Zeugen Jehovas leben nach strengen Regeln, basierend auf einer wortwörtlichen Interpretation der Bibel. Sie sind für ihren Einsatz an den Türen bekannt und immer häufiger mit ihren Trolleys auf öffentlichen Plätzen zu sehen. Ihre Missionstätigkeit führen sie unter anderem durch das Verteilen der Zeitschrift Der Wachtturm aus.

Das Hauptthema des Wachtturms:

  • Jehova allein ist Gott
  • Schon bald wird er die Erde in ein ewiges Paradies verwandeln

Die Kehrseite der Medaille ist, dass zuvor ein Krieg – Harmagedon – geführt von Gottes Sohn, Jesus Christus, stattfindet, durch den Millionen von Menschen, die keine Zeugen Jehovas sind, für immer vernichtet werden.

Es gibt Milliarden von Menschen, die Jehova nicht kennen. Viele von ihnen tun aus Unwissenheit Dinge, die gemäß Gottes Wort böse sind. Wenn sie in diesem Lauf verharren, werden auch sie in der großen Drangsal umkommen. Doch Jehova hat keinen Gefallen am Tod des Bösen, und wir sollten es ebenfalls nicht haben.
Wachtturm 1. Oktober 1993, S. 19

Um gerettet zu werden, wird erwartet, dass man sich anpasst und seinen Kontakt mit Außenstehenden (sog. „Weltmenschen“) einschränkt.

Ein gewisser Kontakt zu Ungläubigen — etwa in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Predigtdienst — ist unumgänglich. Aber etwas ganz anderes ist es, geselligen Umgang mit ihnen zu haben oder sogar enge Freundschaften aufzubauen.
Wachtturm 15. Februar 2013, S. 24

Die Gemeinschaft wird als streng überwachende Religion eingestuft, weil die spirituelle Führung …

  • sich als von Gottes heiligem Geist geleitet sieht;
  • gemäß ihrer eigenen Aussage nur sie allein die Wahrheit lehrt;
  • lehrt, dass Rettung nur innerhalb ihrer Organisation möglich ist;
  • bedingungslosen Gehorsam verlangt;
  • verlangt, dass Andersdenkende und Ausgeschlossene gemieden werden.

Sie [die leitende Körperschaft] veröffentlicht glaubensstärkende Publikationen in vielen Sprachen — geistige Speise, die sich auf Gottes Wort stützt. Deshalb stammt das, was gelehrt wird, nicht von Menschen, sondern von Jehova.
Wachtturm 15. September 2010 S. 13

Umgang mit Ausgeschlossenen

Ein wichtiger Aspekt der Lehre ist das Verhalten gegenüber Ausgeschlossenen.

Jehovas Zeugen sprechen daher passenderweise von einem „Gemeinschaftsentzug“, wenn ein reueloser Missetäter ausgeschlossen und anschließend von ihnen gemieden wird. … Und wir wissen im Laufe der Zeit aus eigener Erfahrung, daß ein einfacher Gruß der erste Schritt zu einer Unterhaltung und vielleicht sogar zu einer Freundschaft sein kann. Möchten wir bei einem Ausgeschlossenen diesen ersten Schritt tun?
Wachtturm 1. Oktober 1993, S. 19

Ein Zeuge Jehovas kann für öffentliches Infragestellen von Lehren, Regeln oder für das Anzweifeln der „Leitenden Körperschaft“ ausgeschlossen werden.

Die Mutter von Sonja verweigert das Gespräch mit ihrer ausgeschlossenen Tochter.
Kongressvideo 2016

Dieser Ausschluss wird vor der gesamten Gemeinde bekannt gegeben. Infolgedessen wird er von der Familie und seinen Freunden gemieden. Jeder, der es erwägt sich taufen zu lassen, sollte vorher genauestens über die Geschichte der Wachtturm-Gesellschaft, ihre Lehren, Praktiken und die Verpflichtung die er eingeht, Bescheid wissen.

Was ist zum Beispiel, wenn jemand aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis sündigt, nicht bereut und ausgeschlossen werden muss? Handelst du dann entschieden und stellst den Umgang mit demjenigen ein? Wozu drängt dich dein Herz?
Wachtturm März 2017, S. 20

Auf der einen Seite wird ein starkes, liebevolles Familienleben angestrebt. Ironischerweise wird mit eben dieser Liebe argumentiert, wenn jemand den Glauben verlässt, was schätzungsweise zwei Drittel der Kinder von Zeugen Jehovas tun. Von deren Familien wird verlangt, den Kontakt zu Ausgeschlossenen abzubrechen, sobald die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen.

Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja… Wer Jehova treu sein möchte, sucht nicht nach Vorwänden für Kontakte mit einem ausgeschlossenen Verwandten, der eine eigene Wohnung hat.
Bewahrt euch in Gottes Liebe, S. 207 – 209

Die Ältesten einer Gemeinde werden im Buch „Hütet die Herde Gottes“ – einer unter Verschluss gehaltenen Handlungsanweisung – angewiesen, Verwandte zu ermahnen, die Kontakt mit Ausgeschlossenen hatten.

Wenn von Brüdern oder Schwestern bekannt ist, ungebührlichen Umgang mit einem Verwandten zu haben, der nicht bei ihnen wohnt und ausgeschlossenen ist oder die Gemeinschaft verlassen hat, sollten Älteste mit ihnen reden und sie anhand der Bibel ermahnen.
Hütet die Herde Gottes, S. 116

Wie Kinder und Jugendliche aufwachsen

Als Zeuge Jehovas aufzuwachsen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Kinder lernen, dass die meisten Menschen in Harmagedon sterben werden und das der Teufel und die Dämonen sie ständig beobachten, wodurch Ängste entstehen können. Sie entwickeln zudem einen ungewöhnlichen Blick auf das Leben. Sie lernen nicht nur, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist, nein, sie lernen auch folgende bizarren Ansichten:

Freunde

Vielleicht fällt es dir auch schwer, zu erkennen, wann eine Freundschaft mit jemand, der nicht an Jehova glaubt, zu eng geworden ist. Du kannst dir jedoch viel Kummer ersparen, wenn du eine ganz klare Trennlinie ziehst, wen du als Bekannten haben willst und wer dein enger Freund sein soll.
Bewahrt euch in Gottes Liebe, Kap. 3, Abs. 11

Feiertage

Wenn wir Feiertage nicht mitfeiern, kann das Herausforderungen mit sich bringen. … Wie kann man sichergehen, dass sich Kinder nicht benachteiligt fühlen, wenn sie Feiertage nicht mitfeiern?
Jehovas Zeugen und die Schule, S. 18-21

Weltmenschen

… daß die meisten Menschen in der Welt in ihren Verfehlungen tot sind.
Unser Königreichsdienst Dezember 1986, S. 1

Wir sollten uns auch vor vermehrtem Umgang mit Weltmenschen hüten.
Wachtturm 15. Februar 1994, S. 24

Höhere Bildung

Wie steht es damit, an einer Hochschule oder Universität höhere Bildung zu erwerben? Viele betrachten das als eine unerlässliche Voraussetzung für Erfolg. Doch nicht wenige, die diesen Bildungsweg einschlagen, finden letztendlich ihren Kopf mit schädlichen weltanschaulichen Ideen und Meinungen vollgestopft. Das ist eine Verschwendung wertvoller Jugendjahre, die man am besten im Dienst für Jehova hätte einsetzen können.
Wachtturm 15. April 2008, S. 4

Sexualität

„Ich war 8, als ich mich zum ersten Mal selbst befriedigte. Später habe ich dann erfahren, wie Gott darüber denkt. Immer wenn ich dem Drang nachgegeben hatte, fühlte ich mich schrecklich. ‚Wie kann Gott jemanden wie mich lieben?‘, fragte ich mich.“
Fragen junger Leute, Band 1, S. 178

Mit der Zeit werden die verkehrten Wünsche wahrscheinlich weniger. Und das Beste: Wenn du zu homosexuellen Handlungen Nein sagst, hast du die Aussicht, ewig in einer gerechten neuen Welt zu leben.
Fragen junger Leute, Band 2, S. 236

Umgang mit Kindesmissbrauch

Richter Peter McClellan AM und Richterin Jennifer Coate
Richter Peter McClellan AM und Richterin Jennifer Coate
Bild: https://www.childabuseroyalcommission.gov.au/media-centre/images

Zeugen Jehovas werden wegen ihrem Umgang mit Fällen von Kindesmissbrauch kritisiert. Die Beibehaltung und Anwendung von Richtlinien wie der „Zwei-Zeugen- Regel“ im Falle von sexuellem Kindesmissbrauch zeigt einen Mangel an Verständnis für das Wesen des Missbrauchs.

Im Jahr 2015 wurden Zeugen Jehovas von der Royal Commission in Australien untersucht. Dabei kam heraus, dass 1800 Kinder in Australien mutmaßlich missbraucht worden sind. Von den 1006 dokumentierten Tätern, haben 579 vor einem Rechtskomitee (geheime Anhörung vor drei Ältesten) die Taten gestanden. Trotz einer gesetzlichen Verpflichtung, wurde kein einziger Fall seitens der Organisation an die Behörden gemeldet. Der Untersuchungsrichter Peter McClellan äußerte sich dazu wie folgt:

Ich kenne keine andere religiöse Organisation, die […] Prozesse mit solchen Mängeln besitzt, wie wir sie bei den Zeugen Jehovas identifiziert haben.
Untersuchungsrichter Peter McClellan

Geschichte

Die Wachtturm-Gesellschaft behauptet, dass es schon immer Zeugen Jehovas gegeben hat.

Jehovas Zeugen haben eine 6000 Jahre lange Geschichte.
Jehovas Zeugen und der göttliche Vorsatz, S. 8

Die Religion wurde 1879 von Charles T. Russell gegründet. Russell war inspiriert von den damaligen Adventisten und übernahm viele ihrer Lehren. Für die 1800 Jahre, die zwischen den Aposteln und Russell vergangen sind, gab es gemäß der Wachtturmlehre keine Gruppe, die sich durch ihre Lehren als „wahre Christen“ erwiesen hätte.

Russells Hauptlehre, dass die große Drangsal 1914 kommen würde, stammte von den Adventisten und wurde mit der Pyramidologie kombiniert.

So bezeugt die Pyramide, dass das Ende des Jahres 1914 der Beginn der großen Drangsal sein wird, eine Zeit wie sie die Nation noch nicht erlebt hat, noch wieder erleben wird.
Thy Kingdom Come (1916), S. 342

Hauptlehren

Ein großer Teil der Glaubensansichten gründet auf besonderen Auslegungen.

Blut

Aufgrund einer Interpretation der biblischen Ermahnung, kein Blut zu essen, lehnen jedes Jahr viele Zeugen Jehovas Bluttransfusionen ab und nehmen dabei ihren Tod oder den eines Familienmitgliedes in Kauf. Doch die Geschichte dieser Lehre lässt an ihrer Gültigkeit zweifeln.

  • Vor 1945 erlaubte die Wachtturm-Gesellschaft Bluttransfusionen
  • Seit 1945 wurden Bluttransfusionen samt Fraktionen verboten
  • Seit 2000 wurden viele Fraktionen des Blutes wieder erlaubt

Wer sollte zur Verantwortung gezogen werden für den Tod all derer, die Voll- oder Teiltransfusionen ablehnten?

607 v. u. Z. und 1914

Die Wachtturm-Gesellschaft behauptet, dass die letzten Tage im Jahr 1914 begonnen hätten, basierend auf der Annahme, dass Jerusalem im Jahr 607 v. u. Z. zerstört wurde. Jedoch sehen es Historiker als bewiesen an, dass Jerusalem im Jahr 587 v. u. Z. gefallen ist. Den selben Historikern vertraut die Wachtturm-Gesellschaft aber bei anderen prophetischen Interpretationen.

Das Jahr 607 v. u. Z. bildet das Fundament für die Berechnung des Jahres 1914. Das Jahr 1914 wiederum bildet die Grundlage für die Legitimierung des treuen und verständigen Sklaven, welcher von Jesus angeblich im Jahr 1919 berufen wurde. 1914 ist so tief in der Lehre verankert, dass man nur schwer zugeben kann, falsch zu liegen.

Der Name „Jehova“

Der Name „Jehova“ wurde in keinem der über 1000 Jahre alten Manuskripte des neuen Testaments gefunden. Die Wachtturm-Gesellschaft hat diesen Namen fälschlicherweise 237 Mal im neuen Testament ihrer Neuen-Welt-Übersetzung eingefügt, um die Bibel gemäß ihren eigenen Lehren auszulegen.

Kann man der Wachtturm-Gesellschaft vertrauen?

Die Führung der Zeugen Jehovas verlangt von ihren Anhängern uneingeschränktes Vertrauen.

Es bedeutet, daß Christen ein uneingeschränktes Vertrauen zu ihrem himmlischen Vater haben; sie ziehen nichts, was er ihnen durch sein geschriebenes Wort und durch seine Organisation sagt, in Frage.
Wachtturm 15. Januar 1975, S. 60

Verdient die Organisation dieses Vertrauen? Schauen Sie sich an, welche Ansichten man für das Jahr 1914 vertrat:

Wir halten es für eine feststehende Wahrheit, dass das ENDE der Königreiche dieser Welt und die vollständige Errichtung des Reiches Gottes am Ende des Jahres 1914 vollendet sein wird.
The Time is at Hand (1889), S. 101

Später behauptete die Organisation:

1879 wiesen die Herausgeber dieser Zeitschrift auf das Jahr 1914 … hin, das den Anfangspunkt einer Zeit bilden würde, die in der Bibel als „Zeit des Endes“ bezeichnet wird.
Erwachet! 22. Januar 1973, S. 15

Haben Jehovas Zeugen die Wahrheit?

Bei Zeugen Jehovas handelt es sich um eine Endzeitgruppierung, die mehrfach das Ende des „Systems der Dinge“ vorhergesagt hat: 1914, 1925, 1975.

Wir erwarten 1925, Zeugen der Rückkehr der der treuen Männer aus Israel zu werden, wenn sie vom Tode auferstehen, vollkommen wiederhergestellt und sichtbare Vertreter der neuen Weltordnung auf der Erde sind.
Millions Now Living Will Never Die, S. 88

Unser Herr sorgte für ein effektiveres Werkzeug für die verbleibenden Monate vor Harmagedon.
Wachtturm 15. September 1941, S. 216

Binnen kurzem wird noch in unserem zwanzigsten Jahrhundert ‚die Schlacht am Tage Jehovas‘ gegen das neuzeitliche Gegenstück Jerusalems, die Christenheit, beginnen.
Die Nationen sollen erkennen… (1971), S. 217

Einige von dieser „Generation“ könnten bis zum Ende des Jahrhunderts leben. Aber es gibt viele Anzeichen dafür, daß das „Ende“ viel näher ist.
Wachtturm 1. März 1984 S. 18,19

Die Tatsache, dass sich die Vorhersagen als konsequent falsch erwiesen haben, zeigt deutlich, dass Gott nicht durch diese Organisation agiert. Welchen Effekt haben diese Falschaussagen auf das Leben und die Entscheidungen derer die ihnen gefolgt sind?

Es erreichen uns Berichte, dass Brüder ihre Häuser und Besitztümer verkaufen und planen die letzten Tage dieses Systems im Pionierdienst zu stehen. Das ist sicherlich eine gute Möglichkeit seine Zeit und Mittel einzusetzen bevor dieses böse System bald enden wird.
Königreichsdienst Mai 1974, S. 3 (englisch)


Vielen Dank an Sebastian und Maru für die Unterstützung bei den Inhalten und für das Redigieren des Textes. Quelle: jwfacts.com

Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. Aesculap sagt:

    Ein sinnvolles Dokument.
    Doch ist dar auch fehlinformation in enthalten zum Thema Bluttransfusionen.
    Klar dar wird durch die WTG nicht Korrekt mit dieses Biblisches gebot umgegangen, in sofern stimmt diese information.
    Aber das wegen das medizinische handeln ohne benützung von Bluttransfusionen viele ZJ unnötig und vermeidbar gestorben sein sollten stimmt aber nicht.

    Dann sollte man wenigstens auch ehrliche Informationen geben müssen über die enorme Menge an Risikos und schädliche Nebenwirkung bei Verwendung von Bluttransfusionen jährlich AUCH viele Menschen vorzeitig und unnötig sterben.
    In die meisten Fälle wo Bluttransfusionen verabreicht werden nicht zwingend nötig war.

    Wenn man die tötesfälle gegen einander wegstreicht sind medizinische Behandlungen mit Bluttransfusionen mit viel mehr direkte oder indirekte Todesfälle verbunden oder dauerschäden und Einschränkung der Lebensqualität.

    Mit diese fehlinformation ist diejenige welche dies publiziert mitverantwortlich für Fehlentscheidungen diejenige welche ihm Glauben.

    Gründliche Info darüber mit viele Fakten belegt sind zu lesen auf der Website welche zwei Artikeln über dieses Thema publiziert haben, welche Oliver Wolschke auch über E-Mail zugeschickt wurden.

    Schade…., nicht nur der WTG gibt selektive irreführende Informationen…., auch diejenige welche das verkehrte diese Organisation aufdecken wollen, und damit ihr eigene Glaubwürdigkeit untergraben. In jeden Fall bedenkliche Informationen publizieren welche nicht auf Fakten beruhen!

    http://www.die-vierte-wache.eu/DE/1-bluttransfusion-lebensrettend.html

    Schade !

    Antworten
    1. Sebastian sagt:

      HI Aeculap,
      ich kenne deine Sicht von BI. Gern kannst du den Kindern von Éloïse Dupuis (http://www.cbc.ca/news/canada/montreal/jehovahs-witness-quebec-eloise-dupuis-1.3813974) und vielen anderen erklären, was du ausgerechnet hast.
      Weder stiftet Oli zum Gebrauch von Blut an, noch irgendwas. Jedoch sollte jeder frei sein, diese Entscheidung zu treffen.
      Auch der Link auf deine Website – ich denke mal, mit Links können wir die Seite zupflastern.

      Besonders gut finde ich deine Aussage:
      „indirekte Todesfälle verbunden oder dauerschäden und Einschränkung der Lebensqualität“ – welche du mit Todesfällen vergleichst. Ja, jemand wird das Leben gerettet und er hat Einschränkungen oder er ist tot. Dieser Vergleich ist weder logisch noch christlich. Lieber tot als etwas eingeschränkt?

      Dies ist vielleicht für Menschen, welche das Jenseits dem Diesseits vorziehen, ein gutes Argument – aber für mich ist es unlogisch.

      Sebastian

      Antworten
    2. Peter sagt:

      Hallo Aesculap,

      das oben vorgestellte Infoblatt gibt mit Blick auf die Gesamtgröße des Dokumentes und seines einen Überblick verschaffenden Charakters in knappen Worten weder irreführend noch falsch den Standpunkt der Zeugen Jehovas zum Gebrauch von Blut wider. Dem Autor hier Nachlässigkeit und Verzerrung der Tatsachen zu unterstellen, ist diplomatisch formuliert sehr weit hergeholt. Der Leser wird auch insoweit durch das Infoblatt zum eigenen Nachdenken angeregt, dass die wechselvolle Sicht der Führung der Zeugen Jehovas zur Verwendung von Blut- und Blutbestandteilen anhand von kurzen Spiegelstrichen angerissen wird. Dies weckt das Interesse zu weiterem Nachforschen an – für denjenigen – der Interesse und Bedarf hat. Eine sehr gute Sache.

      Fest steht, dass im blinden Vertrauen auf die recht wechselvolle Sicht der Zeugen Jehovas-Führung zum Gebrauch von Blut und dessen Bestandteilen – und auch u. a. zu Impfungen! – einige Gläubige ihr Leben verloren haben – darunter auch viele Kinder (durch den Glauben ihrer Eltern, der ihnen übergestülpt wurde). Sie lebten je nach Lage der Dinge zur falschen Zeit noch unter „nicht so hellem Licht“ – der Leser möge mit bitte trotz des Ernstes des Themas den Sarkasmus nachsehen. Für die Betroffenen Kinder und Erwachsenen bedeutete die haarkleine Befolgung der wechselvollen Anweisungen aus der ZJ-Zentrale den Tod – und bei vernünftiger Betrachtung ist die Wahrscheinlichkeit, dass damit deren Existenz unwiderruflich verloren ist, sehr, sehr hoch. Eine schmerzvolle Sache für die Verstorbenen sowie deren Angehörige und Freunde. Mit Blick auf diese religiöse Organisation und deren Verantwortung als Meinungsbildner ist das eine ethisch und moralisch sehr verwerfliche Sache.

      Dein Benutzername „Aesculap“ mag möglicherweise einen medizinischen Hintergrund implizieren – soll er das – absichtsvoll? Auf BI kann man vielleicht damit punkten, wenn man der dort vorherrschenden Glaubensphilosophie folgt…in einer medizinisch bewanderten oder gar promovierten Umgebung eher nicht. Der medizinische Gebrauch von Blut- und Blutbestandteilen oder Alternativen erfolgt in der westlichen Welt immer mit Blick auf die Gesamtsituation und unter Berücksichtigung von möglichen Risiken und Nebenwirkungen – wie bei dem Gebrauch von Arzneimitteln auch. Religiöse Überzeugungen sind da fehl am Platz, sorry.

      Eine überzogene Darstellung von bei medizinischen Maßnahmen immer bestehenden Risiken und Nebenwirkungen geht am Thema vorbei und verzerrt die nachprüfbare Wirklichkeit. Risikoabwägung ist ein integraler Bestandteil der Medizin und verbessert bzw. rettet im Rahmen des medizinisch Möglichen das Leben der Betroffenen.

      Sicher hat es in den zurück liegenden Jahrzehnten Probleme im Zusammenhang mit Blut- und Blutbestandteilen gegeben (HIV, Hepatitis etc.). Auch sind immer wieder Personen wegen der Verweigerung der Annahme von Bluttransfusionen an Komplikationen etc. verstorben. U. a. diese Umstände haben die Forschung angetrieben und zu differenzierteren und sichereren Verfahren geführt. Daraus (eigentlich religiös motiviert) abzuleiten, Blut- und Blutbestandteile seien per se gefährlich und es gäbe in jedem Fall blutfreie Alternativen, geht an der Realität vorbei. Auch ist es völlig überzeichnet, wenn in religiösen Kreisen behauptet wird, die Zeugen Jehovas hätten durch ihre Verweigerungshaltung, eigene Nachforschungen und Bemühungen sowie durch ihre Komitees wirklich entscheidend zur Entwicklung von Alternativen beigetragen. Die Forschung funktioniert unabhängig von religiösen Glaubensvorstellungen und folgt anderen Prämissen.

      Wer sich über den Inhalt des Infoblattes hinaus valide Informationen zum Thema beschaffen möchte, kann dies ohne große Hürden tun – bei einem studierten/promovierten Mediziner oder aktueller med. Fachliteratur – Nachsatz: Auf Seiten wie JW.ORG oder BI mit Sicherheit nicht.

      Gute Woche.

      Peter

      Antworten
    3. Oliver Wolschke sagt:

      Hi Aesculap,

      du missverstehst den Teil über Blut aus meiner Sicht. Zum einen wird im Flyer nicht ausgesagt, dass Zeugen aufgrund der Verweigerung von Bluttransfusionen sterben, sondern dass sie Bluttransfusionen ablehnen und den Tod in Kauf nehmen (Ersteres ist nachweislich dennoch der Fall). Es geht darum, dass die WTG ihren Anhängern nicht die Wahl überlässt, sondern die Entscheidung vorgibt. Wer diese übertritt, geht damit das Risiko ein, ausgeschlossen zu werden (siehe Ältestenbuch). Die Entscheidungsfreiheit ist der Punkt, nicht ob Bluttransfusionen sinnvoll sind oder nicht. Im Notfall sind sie es definitiv, und für Zeugen spielen dann nicht die medizinischen Aspekte eine Rolle, sondern die von ihrer spirituellen Führung vorgegebene Doktrin.

      Antworten
  2. Susanne aus Südtirol sagt:

    Der gesamte Flyer ist vollständig wahrhaftig. Ich habe ihn mit eigenen Augen gelesen und sorgfältig geprüft.
    Der Inhalt muss hinaus in die Welt getragen werden, um Menschenleben zu retten, das sonst von der WTG einkassiert
    und weggesperrt wird. Ich bin eine Hineingeborene und Aussteigerin der Zeugen Jehovas, war im Pionierdienst, mein Mann
    war Sonderpionier und mein Urteil steht fest:
    Oliver Wolschke, du hast sehr sauber gearbeitet und mit diesem Flyer werden Menschen ausgezeichnet aufgeklärt und ausgerüstet,
    um sich selber zu informieren.
    Ich werde den Flyer überall verteilen, denn er ist eine Notwendigkeit, weil die WTG unseriös ist.
    Lg Susanne

    Antworten
  3. Susanne aus Südtirol sagt:

    Sektenausstieg vollzieht sich immer durch Aufklärung. Die namhafte Ex- Zeugin Jehovas Barbara Kohout, schreibt im Vorwort zu ihrem Buch „Die Wachtturmwahrheit. Eine Sektenfalle?“ (Engelsdorfer Verlag):
    „Kann Wahrheit krank machen? Wer glaubt, in der Wahrheit zu sein, wird das entschieden verneinen. Doch die Erfahrung vieler Aussteiger aus Sekten, die behaupten, allein die religiöse Wahrheit zu kennen, lässt Anderes vermuten. Selbst nach Jahren bleiben manche im Sektendenken gefangen und finden nur schwer den Zugang zum eigenen Selbst wieder.“ Der Flyer von Oliver Wolschke bekommt vor diesem Hintergrund eine enorme Gültigkeit.

    https://www.barbara-kohout.com/die-wachtturm-wahrheit-eine-sektenfalle.html

    Hier meine Rezension zu dem religionskritischen Buch „Saras Mut“ von Barbara Kohout:

    Barbara Kohout schreibt in diesem Buch von der Würde junger Menschen. Überhaupt geht es ihr immer um Menschenwürde.
    Ich bin 49 Jahre alt und habe einen riesen Nutzen aus dieser Lektüre gewonnen, obwohl es als Jugendbuch ausgewiesen ist.
    An dieser Stelle möchte ich darüber Bescheid geben, dass ich durch das Lesen dieses Buches einen therapeutischen Nutzen erlebe.
    Ich bin eine Aussteigerin von den Zeugen Jehovas und die nötige Aufarbeitung meiner Sektenvergangenheit wurde erst durch dieses Buch von Barbara Kohout ermöglicht.
    Die Jugendliche Sara aus dem Buch, darf sich bei den Zeugen Jehovas keine Pubertät leisten. Pubertieren (seelischer Natur) verboten.
    In Barbaras Buch steht immer der Mensch im Mittelpunkt, bei den Zeugen Jehovas hingegen stehen stets nur die Männer aus dem Führungsgremium im Zentrum. In dieser Religion übernehmen nur Männer die Führung, auch in der Ehe, dabei ist Sara ein Mädchen und muss sich unter dieser Männerherrschaft zu einer Frau entwickeln. Kann das gut gehen?!
    Über solche Dinge klärt Frau Kohout auf. Für mich persönlich ist diese Frau eine große Aufklärerin über die Religionsdiktatur der Zeugen Jehovas.
    „Saras Mut“ ist eine reale Gesellschaftsstudie am Beispiel der Zeugen Jehovas.
    Es ist mehr als ein Jugendbuch.
    Frau Kohouts Buch orientiert sich an der UN-Menschenrechtskonvention.
    Mit Hilfe dieses Buches, wird man sich nach einem Sektenausstieg wieder als Mensch fühlen. Denn das Menschsein kommt einem abhanden in dieser Sekte. Wir Aussteiger bekommen von der Sektenleitung das Prädikat „Unmensch“ angehängt, um unsere Menschenehre auf Lebenszeit zu zerstören.
    Hier hilft Frau Kohout mit ihrem Buch wieder auf die Beine.
    Diese Frau Kohout ist für Menschen im Sektenkokon eine geistige Leitfigur ohne Führeranspruch.
    Mir persönlich schwirrt momentan noch der Kopf vor lauter Eindrücken aus dem Buch „Saras Mut“, denn dort kommen Dinge ans Licht, die einen nicht unbeeindruckt lassen können.
    Als Beispiel sei hier ein Originalzitat aus dem Buch „Saras Mut“ genannt, nachzulesen auf Seite 32:

    „Mama beschloss eine Zeugin Jehovas zu werden. Zuvor musste sie mit Papa Schluss machen, da er an ihrer neuen Religion nicht interessiert war. Mama konnte ihn deshalb nicht heiraten, denn Zeugen Jehovas dürfen einen Ungläubigen nicht heiraten.
    Papa hat schließlich die Trennung von uns nicht ausgehalten und fing ebenfalls mit einem Bibelstudium mit Zeugen Jehovas an.“

    Dieses Zitat drückt für mich den Alptraum aus, den man bei Zeugen Jehovas an lebendigem Leib in Dauerschleife erlebt. Das Buch „Saras Mut“ ist voll von gelebten Alpträumen, Verzweiflung, Gewissensnöte und innerer Einsamkeit.
    Ich muss dieses Buch unbedingt als lesenswert empfehlen, ich kann gar nicht anders, denn schließlich siegt Saras Mut.

    https://www.barbara-kohout.com/saras-mut.html

    Antworten
    1. Marion sagt:

      DANKE! Danke für diese offenen Worte und Infos!…. Ich war glückliche, liebende Jesusanhängerin in Wort (Elberfelder Bibel) und Tat bis…. ZJ-Studium begann und – obwohl ich WTG-Literatur ablehne – entferne ich mich von Jesus und seine Liebe zu uns / das macht mich sehr traurig und verlassen – deine Zeilen geben Kraft!

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  4. Hans Burstmann sagt:

    Es existierte eine Liste im Internet von Dr. Petra Seeber aus Gotha. Frau Seeber ist Anästhesistin und Co Autorin des Werkes „The Patient Blood Management“ von Ayreh Shander einem Professor an der Englewood Uni in USA.
    In der Liste von Petra Seeber wird zur Sterbehilfe folgendes geschrieben.
    Sterbehilfe wird als Mord gesehen.
    Das Reduzieren eines überlebenswichtigen Medikamentes oder die Aussetzung einer Therapie jedoch nicht.
    Mittels Betreuungsverfügung werden alte schwache und kranke Mitglieder mittels „etwas reduzieren“ eines Antikoalogans, beispielsweise,
    einem Schlaganfall zugeführt. Da es keine Therapeutischen Massnahmen mehr gibt nach so einem starken stroke, werden die Mitglieder
    ohne essen oder trinken dem Tode zugeführt. Das ist so und das kann ich beweisen.

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