Die biblische Sintflut: Mythos oder Wirklichkeit?

© Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania

Die in der Bibel beschriebene Sintflut und deren Auswirkungen, waren für mich ein wichtiger Baustein, um den Gott der Bibel und die Bibel selbst in Frage zu stellen. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass ein Gott der Liebe, wie er im Neuen Testament beschrieben wird, die gesamte Menschheit, bis auf acht Menschen, ausrottete – darunter viele Kinder, die in den Fluten grausam ertranken. Die Wachtturm-Gesellschaft schreibt in ihren Publikationen, dass niemand, der durch die Sintflut von Gott vernichtet wurde, auferstehen würde. Dies ließ in mir Zweifel aufkommen, sodass ich mich mit den Beweisen zu diesem Ereignis näher beschäftigt habe.

In 1. Mose (Genesis) wird eine weltweite Flut beschrieben, die sich über die gesamte Erde erstreckte. Die Bibel stellt dieses Ereignis als ein Strafgericht Gottes dar, um die damalige sündige Menschheit zu vernichten. Nur Noah, seiner Familie und einigen Tieren, stellte er mit der Arche Rettung in Aussicht. Im Wachtturm von Mai 2013, hieß im Artikel „Strafgerichte Gottes: Waren sie grausam?“:

Die Bibel gibt die Antwort, wenn sie sagt, dass Gott durch solche Strafmaßnahmen in der Vergangenheit ein Exempel statuierte. Sie sollten gottlosen Menschen als „ein Beispiel kommender Dinge“ dienen.
Strafgerichte Gottes: Waren sie grausam?

Das erinnert mich an den Film Verhandlungssache mit Kevin Spacey. Danny Roman, gespielt von Samuel L. Jackson, nimmt Geiseln, um seine Unschuld zu beweisen. Nachdem man ihn nicht ernst nahm, dass er fähig wäre Geiseln zu töten, erschoss er einen Polizisten, um ein Exempel zu statuieren. Im Gegensatz zu Gott war er dazu allerdings nicht wirklich in der Lage, sondern spielte den anderen nur etwas vor. Das eine ist ein Film, das andere, gemäß dem christlichen Glauben, pure Realität. „Gott hat das Recht dazu“, argumentieren viele in diesem Zusammenhang. Ich behaupte aber, dass sich die Mehrheit der Menschen nicht mit einer Regierung zufriedengeben würde, die ihre Macht dadurch durchsetzt, in dem sie Menschen, auch Kinder, vor den Augen aller gewaltsam ermordet.

Meiner Überzeugung nach hat dieses Strafgericht allerdings nie stattgefunden. Für die Beweisführung nutze ich die Bibel sowie die Publikationen der Zeugen Jehovas. Maßangaben können daher je nach Bibel und Interpretation variieren. Im Endeffekt kommen wir immer zum selben Ergebnis.

Rein subjektiv betrachtet, lautet die meist gestellte Frage im Zusammenhang mit der Sintflut:

Hatten die Tiere genug Platz auf der Arche?

In der Bibel werden die Maße der Arche in Ellen angegeben. Die WTG gibt eine Elle mit 44,5 cm an, was archäologische Funde in etwa bestätigen. Die Größe der Arche belief sich laut 1. Mose 6,15 auf 300 (Länge) x 50 (Breite) x 30 (Höhe) Ellen. Das sind in etwa 133 x 22 x 13 Meter. Gemäß dem Bibelbericht hatte die Arche drei Stockwerke. Jedes Stockwerk hatte eine Fläche von 2.926 m². Dadurch kommen wir auf eine Gesamtfläche von 8.778 m².

Die Arche hatte gemäß der Bibel eine Gesamtfläche von 8.778 m² – aufgeteilt auf drei Etagen.

Zum Vergleich, ein Fußballfeld in der Bundesliga hat eine Fläche von 7.140 m². Nimmt man die Fläche hinter dem Tor (ca. 3 Meter) sowie neben den Seitenauslinien (ca. 1,5 Meter) hinzu, dann ergibt das 7.881 m². Nicht ganz die Fläche der Arche, aber um eine ungefähre Vorstellung der Größe zu erhalten, sollte der Vergleich genügen.

Ein Fußballfeld hat mit den Seitenrändern und dem Platz hinterm Tor ungefähr die Maße der Gesamtfläche der Arche.

Der Zoologische Garten in Berlin beherbergt rund 1.400 Tierarten, die auf einer Fläche von rund 330.000 m² Platz finden. Auch wenn die Tiere im Zoo nicht den Auslauf wie in freier Wildbahn genießen, hatten die Tiere in der Arche rein rechnerisch weitaus weniger Bewegungsfreiheit. Da laut Bibelbericht Noah von jeder Art ein Paar mitnehmen sollte, hätte er aus dem Berliner Zoo rund 2.800 Tiere mitgenommen. Von den reinen Tieren sollte er sieben Paare mitnehmen, aber zur Vereinfachung rechne ich nachfolgend mit nur zwei Tieren pro Art. Was passiert, wenn man diese auf die Rasenfläche des Berliner Olympiastadions unterbringen würde, überlasse ich deiner Fantasie. Nun gibt es nicht nur 1.400 Tierarten, sondern gemäß aktuellen Zählungen rund 34.100 Wirbeltierarten die an Land leben. Damit wären wir bereits bei 69.200 Tieren. Die rund eine Million Insektenarten noch nicht berücksichtigt. Wenn wir jedem Tier rund 0,5 m² Platz einräumen würden, dann hätten rund 17.556 Tiere in unserer Arche Platz gefunden – also 8.778 Arten. Damit wäre die Gesamtfläche zu 100% ausgereizt. Es gäbe keinen Platz mehr für Noah und seine Familie, keinen Platz für Nahrung, Wasser oder für den Tierkot.

17.556 Tiere, wobei jedes Tier im Schnitt 70×70 cm Platz erhalten hätte, ein ganzes Jahr lang ohne Auslauf in einem Holzkasten eingesperrt. Jeder wissenschaftliche Versuch würde dieses Experiment zum Scheitern verurteilen. Laut Bibelbericht hatten die Tiere sieben Tage Zeit, um in die Arche zu gelangen. Bei 17.556 Tieren hätte alle 34 Sekunden ohne Unterbrechung ein Tier die Arche betreten müssen.

Die Entstehung der „Arten“vielfalt nach der Sintflut

Beschäftigt man sich näher mit der Platzproblematik auf der Arche, stößt man unweigerlich auf Erklärungen überzeugter Anhänger der Bibelgeschichte, die andeuten, dass Noah nicht alle Arten mitnahm, sondern nur die jeweilige Familie bzw. Hauptgruppe, aus denen sich die verschiedenen Arten wieder neu entwickelten. Die WTG schreibt dazu:

Daher sind einige Forscher der Meinung, daß nur 43 Säugetier“arten“, 74 Vogel“arten“ und 10 Reptilien“arten“ mit in die Arche genommen werden mußten, damit die verschiedenen heute bekannten Arten hervorgebracht werden konnten. Nach anderen, etwas großzügigeren Schätzungen hätten 72 „Arten“ von Vierfüßern und nicht ganz 200 Vogel“arten“ genügt. Ein Beweis dafür, daß die große Vielfalt in der heute bekannten Tierwelt nach der Flut durch Kreuzungen innerhalb dieser wenigen „Arten“ hervorgehen konnte […]
Arche, Einsichtenbuch Band 1, S. 184 – 186

Sprich, aus der Familie der Pferde haben sich nach der Sintflut alle weiteren Gattungen und Arten entwickelt: Das Wildpferd, der Afrikanische Esel, der Asiatische Esel, der Kiang, dass Grevyzebra, das Bergzebra usw. Aus insgesamt 272 Arten haben sich, gemäß dieser Argumentation, bis heute 34.100 Tierarten entwickelt, die auf dem Land leben. Zeugen Jehovas datieren die Sintflut auf das Jahr 2370 v. u. Z., also vor rund 4.400 Jahren. Dass in 4.400 Jahren biologisch gesehen keine 34.100 Wirbeltierarten entstehen können, ist praktisch erwiesen.

Bei mittelgroßen Säugetieren dauert eine vollständige reproduktive Isolation im Allgemeinen mindestens 1,4 Millionen Jahre.
Artenbildung

Allein die Bibel erwähnt, kurze Zeit nach der Sintflut, verschiedene Arten einer Familie. Das mosaische Gesetz, welches die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten im Jahr 1513 v. u. Z. (857 Jahre nach der Sintflut) gemäß der Bibel erhielten, enthielt verschiedene Tierarten der selben Familie (Aufzählung aus dem mosaischen Gesetz).

Dies zeigt deutlich, dass die Entstehung der Artenvielfalt gemäß der Bibel kein natürlicher Vorgang gewesen sein kann, sondern aus theologischer Sicht von einem Eingriff Gottes abhängig gewesen sein muss.

Die WTG schreibt:

Auch wenn wir als Jehovas Zeugen an die Schöpfungsgeschichte der Bibel glauben, sind wir deswegen nicht wissenschaftsfeindlich. Wir sind überzeugt, dass sich biblische und präzise wissenschaftliche Aussagen nicht widersprechen.
Sind Jehovas Zeugen Kreationisten?

Doch der biblische Bericht über die Sintflut widerspricht der heutigen Wissenschaft in Gänze. Diese Aussagen pro forma als nicht „präzise“ darzustellen, ist zu plakativ. Die Archäozoologie, die sich vorrangig mit Fossilien von Tieren des Holozän befasst, hätte eine Lücke über mehrere hundert, wenn nicht tausend Jahre ausmachen müssen, in der viele Tierarten, die vor der Sintflut existierten, nicht vorkamen. Zudem hätte es Unterschiede in der Artenvielfalt vor und nach der Sintflut geben müssen. Wer sich mit der Evolution nur ansatzweise auseinandergesetzt hat, der weiß, dass mehr als Zufall nötig gewesen wäre, dass sich aus den Familien wieder dieselben Tierarten und Gattungen entwickelten.

Wenn wir von Arten sprechen, dann meint man umgangssprachlich eine Hierarchie innerhalb der biologischen Systematik. Über der Art steht die Gattung, darüber die Familie. Eine Familie gliedert sich in mehrere Arten auf. Zu einer Art gehören alle Lebewesen und Populationen, die untereinander ohne künstlichen Eingriff fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen. Der Haushund zum Beispiel gehört zur Art Wolf und dieser wiederum zur Familie der Hunde.

Wie bereits erwähnt, versucht die WTG die Sintflut damit zu belegen, dass sie auf Aussagen von Forschern zurückgreifen (Quellen werden nicht angegeben), die meinen, dass 272 Arten genügt hätten, damit die Vielfalt, die heute existiert, entstehen konnte. 272 Arten hätten über 544 Tiere ergeben, die selbstverständlich in die Arche gepasst hätten. Die WTG schreibt zu dieser Behauptung:

Ein Beweis dafür, daß die große Vielfalt in der heute bekannten Tierwelt nach der Flut durch Kreuzungen innerhalb dieser wenigen „Arten“ hervorgehen konnte, ist die unendliche Vielfalt innerhalb der „Art“ Mensch. Abgesehen von der Verschiedenartigkeit der Haar-, Augen- und Hautfarbe, gibt es kleine, große, dicke und dünne Menschen, und alle stammen von der Familie Noahs ab.
Arche, Einsichtenbuch Band 1, S. 184 – 186

Die WTG verwendet an dieser Stelle das Wort „Vielfalt“, womit eigentlich Arten innerhalb einer Familie oder Gattung gemeint sind und führt die Art Mensch als Beweis an, um die Unterschiedlichkeit innerhalb der Tierwelt zu erklären. Der Mensch selbst, gehört zur Gattung Homo und ist die letzte überlebende Art dieser Gattung. Die Vielfalt innerhalb der Art Mensch ist nicht zu leugnen, dennoch bezeichnen wir die unterschiedlichen Typen (klein, groß, dick, dünn) nicht als eigene Arten. Aber genau dies versucht die WTG im übertragenen Sinn mit der Artenvielfalt in der Tierwelt zu vermitteln.

Um das zu verdeutlichen: Mit der Argumentation, dass 272 Arten genügt hätten, um die „Vielfalt“ hervorzubringen, wird eigentlich ausgesagt, dass durch den Prozess der Fortpflanzung, mit der Zeit die, aus biologischer Sicht, verschiedenen Arten hervorgebracht wurden. Aus einem „Ur-Affen“ haben sich demnach in weniger als 4.000 Jahren 250 verschiedene Affenarten entwickelt. Damit räumt die WTG ein, dass durch zufällige Veränderungen neue Arten innerhalb einer Familie entstanden. Was nicht verwunderlich ist, da die WTG mit der Mikroevolution – die evolutionäre Entwicklung von Lebewesen innerhalb einer biologischen Art – argumentiert. Allerdings stellt man damit die Behauptung auf, dass aus 272 Arten innerhalb von 4.000 Jahren rund 34.100 Wirbeltierarten, die am Land leben, hätten entstehen können. Das macht rund 8,5 neue Arten pro Jahr – eine Turbo-Evolution sozusagen. Basierend auf diesem Argument gab es nach der Flut erheblich weniger Tierarten als heute, somit müsste nach dieser Logik ein solch schneller Prozess auch heute in der Natur zu beobachten sein. Zumal Tiersammlungen Zeitzeugen von vielen Jahrhunderten darstellen.

Die Kambrische Explosion beschreibt zwar, dass die Hauptgruppen der Tiere vor etwa 543 Millionen Jahren fast zeitgleich auftraten, doch ist damit ein Zeitfenster von 5 – 10 Millionen Jahren gemeint.

Ein Zeuge Jehovas glaubt also entweder daran, dass nur die Hauptgruppen die Sintflut überlebten und sich innerhalb eines kurzen Zeitraums zu den heute bekannten Wirbeltierarten entwickelten oder dass Gott den Prozess selbst angestoßen hat, was bedeuten würde, dass er wieder schöpferisch tätig war.

Die WTG räumt auch die Möglichkeit ein, dass Noah tatsächlich damals von allen lebenden Arten je zwei mit in die Arche nahm. Hierbei muss man sich die Frage stellen:

Wie konnten die Tiere auf der Arche ernährt werden?

Gemäß 1. Mose 6,21 sollte Noah für sich, seine Familie UND die Tiere Nahrung in die Arche bringen. Bevor ich auf die besonderen Bedürfnisse der Tiere eingehe, möchte ich noch einmal auf die Platzproblematik zurückkommen. Als Beispiel soll das Schaf dienen. Ein Schaf frisst rund 1,5 – 2 Kg Trockenfutter am Tag. Der Holzwurm wird deutlich weniger fressen, dafür der Löwe und Elefant umso mehr. Das Schaf soll hier einfach den Durchschnitt bilden. Nehmen wir die 17.556 errechneten Tiere und wir kommen auf einen täglichen Verbrauch von 26.334 Kg (je 1,5 Kg). Die Tiere befanden sich rund 370 Tage in der Arche. Demnach wären 9,7 Millionen Kg an Nahrung nötig gewesen. Das entspricht 9.743 Tonnen (=1.948 ausgewachsene Elefanten oder 263 Brachiosaurier). Das Gewicht von locker gepressten Strohrundballen liegt bei ca. 110 kg/m³. Bei dem Gesamtverbrauch hätte das Stroh rund 88.181 m³ Platz benötigt. Die Arche hatte allerdings nur ein Gesamtvolumen von 38.038 m³. Selbst mit nur 500 Gramm für jedes Tier pro Tag wäre die Arche zu 3/4 mit Nahrung belegt gewesen. Wie konnte Noah solche Mengen einsammeln? Zudem konnte Heu, oder generell Nahrung, nicht über Jahre gelagert werden. Konservendosen und Kühlschränke gab es damals noch nicht. Da Noah damit beauftragt wurde, die Nahrung für die Tiere in die Arche zu bringen, wird Gott an dieser Stelle wohl auf ein Wunder verzichtet haben. Die Frage ist auch, wie es Noah mit sieben anderen möglich war, dieses Gewicht, selbst wenn es deutlich weniger gewesen wäre, in die Arche zu transportierten.

Tiere benötigen nicht nur feste Nahrung, sie müssen auch trinken. Nun kann man meinen, dass Trinkwasser während einer Sintflut kein Problem darstellen sollte. Die einfachste Lösung dafür wäre die Nutzung von Regenwasser. Trotzdem stellt sich die Frage, wie acht Personen das Regenwasser, welches in die Arche abgeleitet hätte werden müssen, unter den Tieren verteilen konnten.  Hätte jedes Tier rund 1 Liter pro Tag zu sich genommen, dann hätten täglich 17.556 Liter in den Trögen zur Verfügung gestellt werden müssen. Das wären rund 12 Liter pro Minute, 24 Stunden, jeden Tag.

Der Koala im Naturkundemuseum Berlin. Koalas fressen ausschließlich Eukalyptusblätter der verschiedenen Eukalyptusbaum-Arten Australiens. Die Blätter müssen ein bestimmtes Alter haben, sonst vergiftet sich der Koala. Daher müssen Koalas oft gefahrvolle Wanderungen zu geeigneten neuen Bäumen unternehmen.

Mit Heu und Wasser kommt man allerdings nicht weit, wenn man alle Arten von Tieren ernähren möchte. Koalas fressen ausschließlich Eukalyptusblätter der verschiedenen Eukalyptusbaum-Arten Australiens. Die Blätter müssen ein bestimmtes Alter haben, sonst vergiftet sich der Koala. Daher müssen Koalas oft gefahrvolle Wanderungen zu geeigneten neuen Bäumen unternehmen.  Seidenraupen fressen nur Maulbeerblätter.  Es gibt Tausende von Pflanzen-Arten, die für zumindest eine Tierart die einzige Nahrungsquelle darstellen. Wie bekam Noah alle diese Pflanzen an Bord und wo lagerte er diese? Viele Tiere benötigen frisches Futter. Schlangen fressen beispielsweise in der Regel nur lebendige Nahrung – zumindest muss sie noch warm sein und sich bewegen. Parasitäre Schlupfwespen greifen nur lebende Tiere an. Die meisten Spinnen erkennen ihre Beute durch die Vibrationen, die sie erzeugen. Die meisten pflanzenfressenden Insekten brauchen frische Nahrung. Blattläuse sind nicht in der Lage, welke Blätter anzusaugen. Wie gelang es Noah, alle diese Nahrungsquellen frisch zu halten?

Wie überlebten die kurzlebigen Arten? Erwachsene Eintagsfliegen wären auf der Arche innerhalb von ein paar Tagen gestorben, die Larven vieler Eintagsfliegen brauchen flaches Fließwasser. Viele andere Insekten hätten ähnliche Probleme gehabt.

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen

Wie hat sich das Futter für die Tiere über den Zeitraum eines Jahres gehalten ohne zu verderben? Die großen Mengen an Nahrung hätten Massenvermehrungen durch Vorratsschädlinge (vor allem, weil alle diese Schädlinge an Bord sein mussten) hervorgerufen. Die Feuchtigkeit, die in der Arche geherrscht haben muss, hätte ein ideales Umfeld für Schimmel geboten. Wie verhinderte Noah, dass Schädlinge die Hauptmenge des Futters vernichteten?

Die korrekte Lagerung von Heu ist enorm wichtig, damit es für mehrere Monate haltbar sein kann. Heu muss trocken und luftig gelagert werden. Das Heu hätte im obersten Stockwerk aufbewahrt werden müssen, da unter dem Dach der Arche Luftöffnungen vorhanden waren und der Schwerpunkt der Arche wäre ungünstig, wenn das Heu unten wäre. Dort muss aber die Luftfeuchtigkeit enorm gewesen sein. Zudem sollte ein luftdurchlässiger Unterboden für das Heu geschaffen werden, was gemäß der Bauart der Arche nicht der Fall war.

Was vorne rein kommt, wird hinten wieder ausgestoßen

Was Tiere durch Nahrung aufnehmen, wird in flüssiger sowie fester Form wieder ausgeschieden. Allein die Paarhufer hätten täglich Tonnen von Mist produziert. Zumindest die Abfälle des untersten Decks (und wahrscheinlich auch die des mittleren) konnten nicht einfach über Bord geworfen werden, weil dieses Deck unter der Wasserlinie lag. Der Abfall musste ein oder zwei Decks hochgetragen werden. Kompostierung könnte das Wachstum des Müllbergs verringert haben, aber auch dies erforderte Unterhaltung und Platz. Wie wurde also eine so kleine Gruppe mit so viel Mist fertig?  Um die Wärme, Feuchtigkeit und Abfall-Produkte (einschließlich Methan, Kohlenstoffdioxid und Ammoniak) der vielen tausend Tiere abzuführen, die in die Arche gezwängt wurden, hätte die Arche gut belüftet sein müssen. Die Arche war in verschiedene Räume und Decks gegliedert. Wie war es möglich, dass Frischluft durch diese Struktur zirkulieren konnte?

Ein sensibles Ökosystem

Neben der Problematik innerhalb der Arche, stößt man zwangsweise auch auf Schwierigkeiten mit der biblischen Sintflut in Bezug auf das Ökosystem außerhalb. Zu den Lebewesen der Erde gehören nicht nur Tiere. Es ist zwar von Gott „nett gemeint“ einige Tiere zu retten, doch die meisten Pflanzen hätten eine derartige Sintflut ebenfalls nicht überlebt. Durch Ertrinken, Verschüttung von Samen durch Kilometer dicke Sedimente, weggeschwemmte fruchtbare Böden, wären die meisten Pflanzen abgestorben und hätten nicht wieder keimen können. Manche Pflanzen keimen nur, nachdem sie Feuer ausgesetzt oder von Tieren gefressen wurden; diese Bedingungen wären nach der Flut sehr selten gewesen. Pflanzen benötigen neben Wasser auch Licht. Da selbst die höchsten Berge gemäß dem Bibelbericht überschwemmt waren, hat der Erdboden rund ein Jahr kein Sonnenlicht mehr abbekommen. Noah hätte nicht von allen Pflanzen Samen einsammeln können, da nicht alle Pflanzen Samen bilden, außerdem gibt es etliche Pflanzensamen, die kein Jahr vor dem Keimen überdauern können. Zudem hätte er diese Samen nach der Flut kaum weltweit verbreiten können.

2013 gab es eine Hochwassserflut in Sachsen-Anhalt. Die Wasser der Elbe haben viele Wälder in Magdeburg überflutet. Die Tageszeitung aus der Region schrieb dazu:

In einigen Gebieten der einstigen Hochwasserregionen im Land müssten Bäume wieder aufgeforstet werden. […] Nach Schätzungen des Landesforstbetriebs wird allein für die 8000 Hektar großen nicht-privaten Waldflächen mit rund drei Millionen Euro Schaden gerechnet. Die Förster müssten neue Bäume pflanzen.
Bäume nach Flut beschädigt – 20 000 Hektar

Eine andere Seite schreibt in Bezug auf Auswirkungen von Überschwemmungen bei Bäumen folgendes:

Eine starke Veränderung […] bewirkt jedoch die Dauer der Überschwemmung. Beträgt sie zwei Wochen oder mehr, tragen alle Baumarten deutliche Hochwasserschäden davon.
Auswirkungen des Hochwassers auf Bäume

Das eine Taube, gemäß dem Bibelbericht, einen frischen Olivenzweig hätte finden können, ist nach einer Flut, die rund ein Jahr anhielt, nicht denkbar. Die Bilder, die die WTG von der Zeit nach der Arche publiziert, sind zwar hübsch, aber komplett unrealistisch. Das einzige was man sehen würde, wären kilometerlange Schlamm- und Gesteinswüsten. Hierbei wird auch sehr deutlich, dass die Ernährung der Tiere nicht nur während der Zeit auf der Arche ein Problem dargestellt hätte, sondern auch in der Zeit danach. Wie konnten mehr als eine Handvoll Arten in einer total zerstörten Umgebung überleben? Die Sintflut hätte die Nahrungsgrundlagen und die Lebensräume zerstört, die die meisten Tiere zum Überleben brauchen.

Grüne Wiesen, kein Bild einer Katastrophe. Die Frage: Was fraßen die Tiger nach der Flut?
Quelle: jw.org

Wie konnten nach der Flut Fleischfresser, wie Tiger und Löwen, überleben, wenn ihnen nur jeweils ein Paar ihrer Beutetiere als Nahrung zur Verfügung stand? Alle Beutegreifer an der Spitze der Nahrungspyramide benötigen eine größere Zahl von Beutetieren, die sich unter ihnen auf der Nahrungspyramide befinden, die ihrerseits wieder viele Beutetiere benötigen und so weiter, bis schließlich die Primärproduzenten, meist Pflanzen, an der Basis der Pyramide kommen. Und wenn die Beutegreifer überlebten, wie überlebten die anderen Tiere dann die Bejagung?

Great Barrier Reef

Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef liegt vor der Küste Australiens und ist das größte Korallenriff der Erde. Es gilt als eines der sieben Weltwunder der Natur. Das Riff, mit den 2.500 einzelnen Riffen, ist mittlerweile, durch die globale Erwärmung aber auch durch die Verschmutzung der Ozeane, erheblich bedroht. Die Korallenbedeckung ging von 1985 bis 2012 von 28 auf 13,8% zurück. Korallenriffe sind besondere Ökosysteme, die sehr empfindlich auf Veränderungen reagieren.

Korallen können nur in einem klaren, sonnendurchfluteten Gewässer mit sehr eingeschränktem Temperaturbereich, etwa zwischen 18 und 30 °C, gedeihen und überleben. Eine Erhöhung der Wassertemperatur führt zum Abstoßen und anschließenden Absterben der Zooxanthellen, dem lebensnotwendigen Algenbewuchs der Korallen. Da diese Algen neben der symbiotischen Versorgung mit Nährstoffen auch für die Farbgebung der Koralle zuständig sind, verbleicht der Korallenstock, und das weiße Kalkgerüst wird sichtbar. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, weil die Algen aufgrund konstanter Wassererwärmung nicht nachwachsen können, sterben die Korallen an Nährstoffmangel.
Great Barrier Reef

Da die meisten Korallen im Flachwasser leben, hätte die Trübung, die durch Abschwemmung von Landmassen entstanden wäre, diese vom Sonnenlicht abgeschnitten. Der Schlamm, der die Riffe nach den Regenfällen bedeckt hätte, hätte diese abgetötet. Außerdem: Die Raten, mit denen Korallen Kalk ablagern, sind gut bekannt und einige gut ausgebildete Riffe, hatten ihren Ursprung vor Millionen von Jahren, um die beobachtete Dicke zu erreichen. Der nördliche Teil des Great Barrer Reef entstand erst nach der Kontinentalverschiebung, vor rund 15 Millionen Jahren, als sich die Nordspitze Australiens in tropische Breitengrade verschob.


Eine weltweite Überflutung hätte den grönländischen Eisschild aufgrund des Auftriebs „aus den Angeln“ heben und abtransportieren müssen. Eine Neubildung, dieses Eisschildes nach der Flut, wäre aufgrund des zu warmen Klimas der letzten 4.400 Jahre nicht möglich gewesen. Somit ist abermals zwingend eine weltweite Flut widerlegt – jedenfalls, wenn diese vor etwa 4.400 Jahren stattgefunden haben soll.

Es gibt heute Süßwasser-/Salzwasser-/Brackwasser- und andere Fische, deren wässriger Lebensraum eine exakte Konzentration von Salz und anderen „Zutaten“ erfordert, damit sie überleben können. Kleinste Abweichungen können hierbei zum Aussterben der entsprechenden Art führen. Eine weltweite Flut hätte alle diese Lebensräume zerstört. Man muss schon an eine extrem schnelle Evolution glauben, um die erneute Entwicklung dieser Arten innerhalb von 4.400 Jahren nach der Flut erklären zu können.

Wie kamen die Tiere zur Arche und wieder zurück?

Sehr viele Tierarten gibt es nur in bestimmten Regionen der Erde. Zum Beispiel lebt der Koala-Bär nur in Australien. Die letzte Landbrücke zwischen Australien und Neuguinea existierte vor rund 6.000 Jahren. Doch von dort gab es keine nach Asien. Auch das Lama kommt nur in Südamerika vor und kann außer durch Schwimmen nicht zur Arche gelangt sein. Der Koala und das Lama sind nur Beispiele. Es gibt tausende Tierarten, die nur in speziellen Regionen vorkommen, die ohne Hilfe niemals den Weg zur Arche geschafft hätten. Das Faultier schläft ca. 15 – 20 Stunden am Tag. Zudem sind die Beine und Arme des Faultiers nicht fürs Laufen geeignet. Es bewegt sich am Boden, in dem es die Krallen in den Boden steckt und auf dem Bauch vorwärts rutscht. Wie konnte es sich von Australien bis in den Nahen Osten fortbewegen – vor allem über Wasser?

Die Kontinentalverschiebungen können heute ziemlich genau rekonstruiert werden. So fand der Zerfall der bekannten Kontinente bereits vor 100 Millionen Jahren statt. Wie bereits in der Argumentation zu den Korallenriffen, nördlich von Australien, erwähnt, waren die Voraussetzungen, aufgrund der tropischen Position Australiens, vor 15 Millionen Jahren bereits gegeben. Selbst wenn wir die Argumentation zulassen würden, dass erst nach der Sintflut die heutigen Ozeane in ihrer Größe existieren, so bleibt dennoch die Frage, wie es die Tiere zurück schafften.

Wenn sich die Tiere vom Berg Ararat über die gesamte Erde ausbreiteten, warum findet man dann Kängurus nur in Australien und auch keine Känguru-Knochen auf dem Weg vom Nahen Osten bis auf den kleinsten Kontinent? Wie kamen Tiere wie Pinguine, die in jedem anderen Klima außer dem arktischen auf Dauer sterben würden, lebendig zur Antarktis? Wo fingen sie auf den riesigen Landmassen ihre Fische, bevor sie das Wasser erreichten? Wie kamen Koalas, die ausschließlich Eukalyptusblätter fressen, nach Australien – ohne zu verhungern? Gab es damals, vor einigen tausend Jahren, ununterbrochene Sequoia-Wälder zwischen dem Ararat und Kalifornien, um den Rinden- und Zapfenkäfern die Wanderung zu ermöglichen? Einige Gliedertiere die in Höhlen leben können gar nicht überleben, falls die relative Luftfeuchtigkeit weniger als 100 Prozent beträgt. Warum gibt es eine bestimmte Schneckenart nur auf einer entlegenen Insel im Pazifik? Wie ist sie dorthin gekommen? Warum gibt es überhaupt endemische Arten (Arten, die ausschließlich in einem eng umgrenzten Gebiet und sonst nirgends überleben können), z.B. auf den Tepuis, den südamerikanischen Tafelbergen.

Noah sollte ein Weibchen und ein Männchen von jeder Art in die Arche bringen. Was ist jedoch mit den vielen Arten, die asexuell, parthenogenetisch (nur ein Geschlecht) oder Hermaphroditen (Zwitter) sind? Woher wusste Noah, dass es von diesen Arten keine unterschiedlichen Geschlechter gab? Wie hat er Arten in die Arche gebracht, die nur in Völkern überleben (Ameisenhügel, Termitenbauten)?

Die bisherigen Untersuchungen in diesem Artikel zeigen eindeutig, dass sowohl der Transport und die Ernährung der Tiere, als auch der Erhalt der Pflanzenwelt auf dem Land und Unterwasser, erhebliche Zweifel am biblischen Bericht über die Sintflut aufkommen lassen. Doch ein so großes Ereignis müsste auch Spuren hinterlassen haben, die aus wissenschaftlicher Sicht nachgewiesen werden sollten.

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zur Sintflut?

Geologen erkennen an bestimmten Erdschichten genau, ob und welche Gebiete überflutet waren und sogar, ob es sich um Salz- oder Süßwasser handelte. Wäre somit die gesamte Erde zu einem bestimmten Zeitpunkt für etwa ein Jahr überflutet gewesen, müsste weltweit zwingend eine bestimmte Erdschicht existieren, die etwas über 4.000 Jahre alt ist und die eindeutig eine Überflutung mit Wasser belegt. Es gibt zwar Erdschichten aus unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten, in denen Spuren von Überflutungen gefunden wurden, aber eine weltweite gleichartige „Überflutungsschicht“ gibt es nicht.

Warum findet man keinen Hinweis auf eine Sintflut in Eis-Bohrkernen? Bohrkerne aus Grönland wurden mehr als 40.000 Jahre zurückdatiert, in dem man die Jahresringe zählte. Man sollte erwarten, dass eine weltweite Sintflut eine Schicht von Ablagerungen, beträchtliche Änderungen im Salzgehalt und im Verhältnis der Sauerstoff-Isotope, Brüche durch Auftrieb und Hitzespannung, eine merkliche Änderung in der Zahl der eingefangenen Luftbläschen und vermutlich noch andere Spuren hinterlassen hätte. Warum findet man keine solchen Hinweise?

Bohrkerne aus Grönland wurden mehr als 40.000 Jahre zurückdatiert, in dem man die Jahresringe zählte.
Quelle: Wikipedia

Wenn der gesamte Planet mit Wasser bedeckt gewesen wäre, sogar soweit, dass die höchsten Berge unter den Fluten verschwanden, dann muss dieses Wasser irgendwo sein. Berechnungen von Experten haben jedoch ergeben, dass alles atmosphärische Wasser (Hydrosphäre) gerade mal eine Schicht von etwa drei Zentimetern bilden würde, wenn man es gleichmäßig über die gesamte Erdoberfläche verteilt.

Warum hinterließ die biblische Sintflut keine Spuren auf den Meeresböden? Eine Flut, die ein Jahr lang dauerte, sollte in Bohrkernen vom Meeresgrund durch (1) einen untypisch hohen Gehalt an lockerer mineralischer Substanz, (2) unterschiedlicher Korngrößenverteilung im Sediment, (3) einer Verschiebung der Verhältnisse der Sauerstoff-Isotope (Regen hat eine vom Meerwasser unterschiedliche Isotopen-Zusammensetzung), (4) ein Massensterben und andere Phänomene erkennbar sein. Warum findet man nichts dergleichen?

Warum findet man keine Hinweise auf eine Sintflut in Jahresringen von Bäumen? Aufzeichnungen von Jahresringen können mehr als 10.000 Jahre zurückverfolgt werden, ohne dass man Hinweise für eine Katastrophe während dieser Zeit gefunden hätte.

Nur eine Nacherzählung?

Die biblische Erzählung der Sintflut war nicht die erste ihrer Art. Rund 1.000 Jahre zuvor soll ebenfalls eine weltweite Flut stattgefunden haben. In den 1830er Jahren wurden bei Ausgrabungen in Mesopotamien rund 25.000 Keilschriften entdeckt. 1872 stieß der Forscher Henry Smith beim Katalogisieren der Schriften auf die Erzählung einer Sintflut. Er las, „dass das Schiff auf den Bergen von Nizir landete, dass die Taube ausgesandt wurde, dass sie keinen Ruheplatz fand und dass sie daraufhin zurück kehrte.“ Der Name des Sintfluthelden: Ut-napischtim.

Smith hatte eine alte mesopotamische Erzählung von einer Sintflut gefunden, die der biblischen im Handlungsverlauf ganz ähnlich, aber über 1000 Jahre älter als die biblische Geschichte war, so dass die These unabweisbar war: Die biblische Sintflutgeschichte ist in ihren zwei Varianten die erheblich jüngere jüdische Version einer viel älteren Sintfluttradition des Zweistromlandes, an die sie sich aber eng anlehnt.
Das Rätsel der Sintflut / Thomas Naumann / Universität Siegen

Es gibt eine Vielzahl von Aufzeichnungen weiterer Sintflutsagen aus anderen Kulturkreisen. Entstanden sind diese vermutlich durch die letzte Eiszeit. Der Meeresspiegel stieg seither durch die kontinuierliche Erwärmung um etwa 200 Meter an. In heutigen Küstenregionen, wurden viele Dörfer unter Wasser gefunden. Sie wurden durch den steigenden Meeresspiegel einfach überflutet. In der Schwarzmeerregion vermutet man sogar eine Sintflut ähnliche Katastrophe: der Durchbruch des Mittelmeeres durch den Bosporus soll eine riesige Flutwelle ausgelöst haben, die die gesamte Region überschwemmte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es in vielen Kulturen Berichte von Überlebenden dieser Überschwemmungen gibt.

Durch einen gewaltsamen Durchbruch am Bosporus, vermuten Wissenschaftler die Entstehungen der verschiedenen Sintflut-Sagen in der Region.

Aussagen der Bibel korrelieren mit archäologischen Erkenntnissen

Pyramiden von Gizeh

Zeugen Jehovas datieren die Sintflut auf das Jahr 2370 v. u. Z. Dieses Datum bringt jedoch einige Probleme mit sich. Die Pyramiden von Gizeh entstanden 2620 bis 2500 v. Chr. – gemäß der WTG somit vor der biblischen Sintflut. In JW Broadcasting von November 2017 bezweifelte David Splane, Mitglied der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, dass die Pyramiden und auch die Sphinx die Flut ohne Schäden überstanden hätten. Statt den Fehler in der eigenen Chronologie zu suchen oder gar zu bezweifeln, dass eine Flut stattgefunden hat, wird die Arbeit von Archäologen und Historikern als nicht stimmig bezeichnet.

Fakt ist, wenn die Pyramiden erst nach der Sintflut erbaut worden wären, dann kann dies erst mehrere hundert oder gar tausend Jahre nach der Sintflut geschehen sein, da die Kultur der Ägypter sicher nicht in wenigen Jahren entstand. Interessant ist, dass die WTG den Bau der Cheopspyramide, laut dem Einsichtenbuch, auf das 3. Jahrtausend v. u. Z. datiert. Genauer gesagt, kurze Zeit nachdem die Djoser-Pyramide erbaut wurde (um 2650 v. Chr.), was auch aus archäologischer Sicht als gesichert gilt. Im selben Buch datiert die WTG die Sintflut nach dem Bau der Cheopspyramide.

Für den Bau der Pyramiden waren mehrere tausend Arbeiter tätig. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass der Turmbau zu Babel, gemäß der Chronologie der WTG, bereits rund 100 Jahre nach der Sintflut stattfand. Peleg, der zu dieser Zeit lebte und in der Bibel erwähnt wird, wurde gemäß der WTG im Jahr 2269 v. u. Z. geboren.

In einem Text des Scharkalischarri […] wird erwähnt, daß er in Babylon einen Tempelturm wiederherstellte, woraus man schließen kann, daß ein solches Bauwerk bereits vor seiner Herrschaft bestand.
Babel

Aus acht Personen hat sich demnach, innerhalb von rund 100 Jahren, eine ganze Dynastie entwickelt, die in der Lage war, ein so großes Bauvorhaben zu planen und umzusetzen.

Was die Pyramiden betrifft, so gibt es mittlerweile gesicherte Belege, die die Entstehung relativ genau bestimmen. Darunter der Königspapyrus Turin, auch Turiner Königsliste genannt. Die Papyrusfragmente stellen die umfangreichste Liste der ägyptischen Pharaonen dar und bilden die Grundlage der meisten Chronologien aus der Zeit vor der Herrschaft Ramses II.

Im Jahr 2013 fand man im damaligen Hafen von Wadi al-Jarf, östlich des Gizeh-Komplex, das älteste bekannte Papyrus der Welt. Es handelt sich um das Tagebuch eines Merrers, das nicht nur neue Erkenntnisse über die Bauweise der Ägypter lieferte, sondern auch die bisherigen Datierungen zum Bau des Gizeh-Komplexes bestätigen.


Wie ist nun der biblische Bericht über die Sintflut mit dem christlichen Glauben vereinbar? Handelte es sich nur um eine Metapher? Können Teile der Bibel ignoriert werden, ohne dass das gesamte Konstrukt in sich zusammenbricht? Fehlt es mir nur an Glauben?

Die Sintflut: Ein wichtiger Bestandteil des christlichen Glaubens

Die Geschichte der Sintflut ist ein wichtiger Bestandteil der biblischen Geschichte und somit auch vieler christlicher Religionen. Selbst, wenn man das Alte Testament nicht anerkennen würde, kann man die Sintflut nur schwer verleugnen, da auch Jesus Bezug auf dieses Ereignis nahm und es mit der, aus seiner Sicht, zukünftigen Apokalypse verglich. Wenn die Sintflut nachweislich nicht stattgefunden hat, dann muss man aus theologischer Sicht die Frage zulassen, warum Jesus ein fiktives Ereignis bestätigte.

Letztendlich kann man natürlich immer argumentieren, dass Gott durch ein Wunder all dies ermöglicht hat: den Transport und die Ernährung der Tiere, den Erhalt der Pflanzen- und Unterwasserwelt sowie das Entfernen der Spuren, um keine Beweise über die Sintflut zu hinterlassen. Dies ist jedoch kein zulässiges Argument, weil man damit immer ALLES erklären kann. Außerdem macht es keinerlei Sinn, dass Gott die Spuren verwischt haben soll. Die Wunder die Jesus, laut Bibelbericht, vollbracht hatte, sollten deutlich machen, dass er Gottes Sohn war. Es wurden also sichtbare Belege vorgelegt. Auch dem zweifelnden Thomas, hatte Jesus Beweise vorgezeigt, dass er wirklich von den Toten auferstanden war. Er verlangte von Thomas nicht, dass er einfach nur mehr glauben müsse. Nun könnte jemand einwenden, dass Gottes Wege höher als die der Menschen sind. Aber auch das ist kein zulässiges Argument, weil damit wiederum jede beliebige Unlogik wegerklärt werden kann.

Ein Zeuge Jehovas würde sehr wahrscheinlich die Argumente der Wachtturm-Gesellschaft in die Waagschale legen, um die Sintflut zu verteidigen: Schockgefrorene Mammuts und Abdrücke von Seemuscheln auf hohen Bergen. Eine sehr interessante Abhandlung zu diesen angeblichen Beweisen habe ich hier gefunden.


Für mich gilt es als erwiesen, dass es sich beim biblischen Sintflutbericht um eine Sage handelt. Selbst wenn man einige der Argumente aus theologischer Sicht erklären würde, so müssten eigentlich alle wiederlegt werden. Ob die Bibel für den persönlichen Glauben zwingend notwendig ist, vermag ich nicht zu beantworten. Das ist jedem selbst überlassen. Allerdings halte ich es für gefährlich, ein Buch, dass vor mehreren Jahrtausenden geschrieben wurde, als ein absolutes und von Gott inspiriertes Werk anzusehen. Die Schauergeschichte über die Sintflut, die bereits im Kindesalter vermittelt wird, soll die Gerechtigkeit eines Gottes widerspiegeln und auf die angeblich bevorstehende, erneute Auslöschung fast aller Menschen hinweisen. Eine Regierung auf Erden, die so handeln würde, könnte ich nicht respektieren. Die Frage ist, darf Gott so etwas?

Diese Betrachtung hat gezeigt, dass es entscheidend ist, der logischen Richtung des Erkenntnisgewinns zu folgen und Informationen aus vielen Wissensgebieten zu Rate zu ziehen, da man ansonsten seinen vorgegeben Denkschlüssen „schutzlos“ ausgeliefert ist und mit ziemlicher Sicherheit zu Glaubenssätzen kommt, die nicht der Realität entsprechen.


Vielen Dank an Micha aus Berlin, der zu einem Großteil der Beweisführung beigetragen hat. Ein Dank geht auch an Sebastian für das Korrekturlesen.

Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. AlphaWolf sagt:

    Viel Dank für deine Arbeit und Mühe. Sehr gut geschrieben und erklärt

    Antworten
  2. Elisabeth sagt:

    Wirklich sehr gut recherchierter Artikel. Das Bild von der Arche wie sie im Mist versinkt werde ich so schnell nicht mehr aus dem Kopf kriegen.

    Antworten
  3. Süheyla sagt:

    Für uns als Satan Köche wird auf jeden Fall das Licht immer heller.

    Antworten
  4. Süheyla sagt:

    Hab herzlichen Dank. Habe Wortfindungstörung.

    Antworten
  5. Marcus sagt:

    Respekt !!!

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  6. Lydia sagt:

    Wow! Winfach nur größten Respekt für so eine ausführliche Ausarbeitung mit Verweisen und allem drum und dran.
    Wirklich meinen rießigen Respekt an dieser Stelle!

    Antworten
  7. LuRa sagt:

    Hallo Herr Wolschke,
    ein sehr guter Artikel, der mich (40 Jahre bei der Truppe, vor drei Jahren standesamtlich ausgetreten) etwas nachdenklich gemacht hat. Wie konnte ich nur den ganzen Müll mit Freude in mich reinschaufeln und das dann noch meinen beiden Jungs weitergeben? Diese Sekte macht blind und lässt selbständiges nachdenken nicht zu. Danke dafür, ich werde das mit Sicherheit mehrmals lesen und prüfen. Danke auch für die Links!

    Gruß LuRa

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  8. Hermann sagt:

    Ich möchte auch meinen Respekt für die sehr ausführlichen Berechnungen ausdrücken.
    Trotzdem bleibt dabei die Frage:

    Hat uns dann Jesus (ebenso Petrus), der ja die Sintflut in seine Lehren einfließen lies, an der Nase herumgeführt?
    Wie soll ich dann diese Worte interpretieren:

    26 Jesus sah sie an und sagte: »Für Menschen ist es unmöglich, aber für Gott ist alles möglich!«

    Antworten
  9. Hermann sagt:

    Ach ja, da gab es noch Hiob der auch eines besseren belehrt wurde!

    Da antwortete Hiob: 2 »Herr, ich erkenne, dass du alles zu tun vermagst; nichts und niemand kann deinen Plan vereiteln. 3 Du hast gefragt: ›Wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand?‹ Ja, es ist wahr: Ich habe von Dingen geredet, die ich nicht begreife, sie sind zu hoch für mich und übersteigen meinen Verstand.

    Mit anderen Worten, man kann mit menschlicher Philosophie alles in Frage stellen.
    Wo fängt das an und hört das auf? Tue ich mir etwas gutes? …und respektiere (glaube) ich an die Allmacht Gottes?

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Lieber Hermann,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Der Unterschied zu den Personen die in der Bibel beschrieben werden und mir, ist, dass dieser Gott den Menschen einen sichtbaren Beweis erbracht hatte (siehe Hiob, Moses, Joseph, Paulus, Abraham, usw.). Er zeigte sich, laut Bibel, in der Gestalt eines Engels oder sprach direkt mit den Menschen. Er lieferte Fakten. Sämtliche Beweise sprechen gegen den Bericht einer weltweiten Sintflut. Ich berufe mich daher ebenfalls auf Fakten.
      Was die angeblichen Beweise für das Auffinden der Arche betrifft, wurden diese entweder wissenschaftlich entkräftet oder als Schwindel enttarnt (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Searches_for_Noah%27s_Ark).

      Antworten
  10. Hermann sagt:

    Oder wie sollen die Fülle von Reportage zur Suche nach der Arche Noah einordnen? Einige haben Film und Fortoaufnahmen vom inneren der Arche gemacht. Es gibt auch unzählige Berichte das. Beweise dafür vernichtet wurden. Nur ein Video von vielen:

    https://youtu.be/xgi6MIVAMJo

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  11. Cecilie Sturmwolke sagt:

    Hallo Oliver,

    ich danke dir für die Mühe, die du dir gemacht hast (mit Unterstützung von Micha), über dieses Thema zu schreiben. Allerdings stand es für mich schon immer fest, dass die biblische Sintflut nur lokal begrenzt stattgefunden haben kann, also zwischen Euphrat und Tigris.

    Wahrscheinlich wollte und will die Wachtturm Gesellschaft mit allen Mitteln und mit enormen Druck auf jeden Einzelnen nicht von diesem Denken abweichen, weil man so mehr Angst verbreiten und auch drohen kann, wenn das Soll, das der Sklave vorgibt, nicht erfüllt .

    Mich würde es nicht wundern, wenn nicht vor deinem Bericht gewarnt wird, weil du es wagst, Nachforschungen anzustellen und nicht wartest bis der Sklave neues Licht erhält. Denke nur an den Königreichsdienst vom 9. 2007, in dem vor dem selbstständigen Forschen in der Bibel gewarnt wurde. Nur dem Sklaven sei das vorbehalten!!! Mir sind jedoch die Beröer ein Vorbild und nicht die leitende Körperschaft in Warwick, die sich schon so oft geirrt hat.

    Ich möchte allen, die hier mitlesen so sehr gerne raten, losgelöst von der Bevormundung der WTG, in ruhiger Stunde über die vielen Maßregeln der Gesellschaft nachzudenken und zu reflektieren, ob dies den Worten von Paulus entspricht, wenn er sagt: “ Werdet nicht mehr Sklaven von Menschen, zur Freiheit hat euch Jesus berufen.“

    Antworten
  12. Tom sagt:

    Ein wirklich sehr guter Artikel. Einer der Punkte warum ich auch immer mehr an der Bibel zweifel. Auch bei dem Kontext zu der 2 Zeugen-Regel ist mir ein ekliges Gebot aufgefallen.

    5. Mose 22:28,29

    Wenn herauskommt, dass sich ein Mann an einer jungen Frau vergangen hat, die noch nicht verlobt ist, dann muss er ihrem Vater 50 Silberstücke zahlen und sie heiraten. Er darf sich sein Leben lang nicht von ihr trennen, weil er sie gezwungen hat, mit ihm zu schlafen.

    Wie kann es von Gott gewollt sein, dass eine vergewaltigte Frau vom Gesetz aufgefordert wird ihren Peiniger auch noch heiraten zu müssen?

    Das ist doch kein vollkommenes Gesetz!

    Antworten
    1. Engel sagt:

      Doch, Vollkommen weil nicht der Mensch an erster Stelle steht. Im übrigen so Rauh das Klingt gab es damals tendenziell keine Liebeshochzeiten. Es war auf eine Art und Weise theoretisch immer eine Vergewaltigung. Überall auf der Welt. Im Nahen Osten wollte eine Nichtjungfrei vielleicht auch keiner mehr…durch diese für heutige Verhältnisse grausame Hochzeit war die Frau dadurch nicht alleine und man lebte Monogam

      Antworten
    2. Engel sagt:

      Trotzdem ein Hartes Gesetz, ich könnte es auch nicht erfüllen. Denn Sinn wo es wohl hatte, so wie es mir scheint, habe ich dargelegt. Letztlich aber war das,Gesetz des Mose ein Zuchtmeister auf Christus hin. Keiner schaffte es zu halten. Aber in Christi sind wir frei davon ich bin aber kein ZJ.

      Antworten
  13. Michael Reif sagt:

    Na endlich einer , der nicht nur alles der WTG nachplappert und sein Gehirn dabei abschaltet , sondern auch mal kritisch hinterfragt. .. und wenn dies jemand tut , dann kann , wie man deutlich sieht, nur eines dabei resultieren , nämlich dass einem die Augen geöffnet werden und man die WTG als falsche Religion enttarnt und folglich verlässt ! Respekt vor diesem Schritt !!

    Antworten
  14. H U Friedrich sagt:

    Du verwechselst die ZJ mit Christentum. Da scheiterst du schon an der ersten Hürde!

    „Die Wachtturm-Gesellschaft schreibt in ihren Publikationen, dass niemand, der durch die Sintflut von Gott vernichtet wurde, auferstehen würde..“

    Davon sagt die Bibel aber nichts!

    „Schlangen fressen beispielsweise in der Regel nur lebendige Nahrung – zumindest muss sie noch warm sein und sich bewegen. “
    Und abgesehen davon fressen viele Schlangen nur einmal pro Jahr, woran auch dieses Argument scheitert! Außerdem weißt du nicht, wie sie sich vor 4000 Jahren ernährten.

    Du schreibst einfach was aus dem „Waschke“ Blog ab, so wie du früher den Wachturm nachgeplappert hast, und wunderst dich, dass du verarscht worden bist – so wie jetzt wieder. Du hast dich nicht gewandelt, sondern nur spiegelst nur.

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Hi,

      natürlich argumentiere ich hier in erster Linie als ein ehemaliger ZJ und daher gehe ich auch hin und wieder auf die Argumentation der WTG ein.

      „Und abgesehen davon fressen viele Schlangen nur einmal pro Jahr, woran auch dieses Argument scheitert!“
      –> Können Sie mir hierzu bitte Quellen liefern. Ich habe hier (http://www.schlangenwelt.de/terrarienhaltung/ernaehrung) beispielsweise einen Hinweise erhalten, dass eine Boa alle 2 – 4 Wochen Nahrung benötigt. Bei einem Aufenthalt von einem Jahr auf der Arche, nicht ganz unwichtig.
      Vom „Waschke-Blog“ habe ich heute zum ersten Mal erfahren. Aber vielen Dank für den Hinweis. Ansonsten gibt es noch eine ganze Menge mehr Argumente im Artikel. Gerne können wir über die einzelnen Punkte diskutieren.

      Herzliche Grüße
      Oli

      Antworten
  15. H U Friedrich sagt:

    Du versuchst Deine Sektenerfahrung zu verarbeitern – verständlich – und willst dazu die Bibel widerlegen. Fakt ist aber: Die ZJ sind nicht christlich, da sie nicht an die Bibel glauben – so wie Du auch nicht daran glaubst. Du gehörst indirekt noch zur Sekte, nur mit umgekehrten Vorzeichen.

    Schlangen: Welche Nahrungsgewohnheiten Schlangen, wie auch jede andere Spezies, vor 4000 Jahren hatten, weist Du nicht. Allein daran scheitert deine Argumentation. 2. Damals waren Spezies robuster, da bessere klimatische Bedingungne herrschten. 3. Anakondas brauchen selbst heute nur einmal pro Jahr Nahrung. 4. Schlangen sind Kaltblütler, wie alle Reptilien, und können ihren Stoffwechsel herunterfahren. 5. Schlangen halten Winterschlaf.

    Gruß
    Hans

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Sie können mich ja gerne in eine Schublade stecken, wenn es Ihnen hilft, Ihre Konsonanz wiederherzustellen.
      Zu Ihren Argumenten: Sie stützen Ihre Aussagen immer noch nicht auf Quellen. Sie mutmaßen, dass sich Schlangen damals anderes ernährten und robuster waren. Wie kommen Sie darauf? Wo ist die Studie hierfür? Sie stützen ihr Argument mit den Schlangen auf eine Spezies. Nicht alle Schlangen halten Winterschlaf. Nicht alle können einen langen Zeitraum ohne Nahrung auskommen. Diese Arten, dürfte es nach ihrer Argumentationsweise heute nicht mehr geben.
      EIN Satz in dem Artikel bezieht sich auf Schlangen. Ist das jetzt tatsächlich für Sie der Beweis, dass die Sintflut stattgefunden hat?

      Antworten
    2. Anonymous sagt:

      Aus Nichtwissen kann man nichts schließen. Auch nicht, dass jemand falsch liegt. Das ist ein argumentum ad ignorantiam, also ein logischer Fehlschluss.

      Antworten
  16. H U Friedrich sagt:

    „wenn es Ihnen hilft, Ihre Konsonanz wiederherzustellen.“

    Da müsste ich sie erstmal verloren haben.

    „Sie stützen Ihre Aussagen immer noch nicht auf Quellen. Sie mutmaßen, dass sich Schlangen damals anderes ernährten und robuster waren.“

    Ich habe Ihnen erklärt, wie die Biologie von Schlangen ist. Sie nehmen heutige Verhältnisse als gegeben an. um das als Beweis zu nutzen, müssten Sie beweisen können, dass die Lebensgewohnheiten dieser Tiere seit Jahrtausenden unverändert sind.
    Sie unterliegen dem logischen Fehlschluss, dass ich in der Beweisnot bin. Sie, nicht ich, versuchen zu beweisen, dass die Bibel falsch ist. Ich sage, wie es gewesen sein könnte. Das gilt, solange es nicht widerlegbar ist.

    Abgesehen davon habe ich keine Lust, Ihnen Nachhilfe in fast Allem zu geben! Größeres Pflanzenwachstum ist beweisbar anhand von fossilisierten Pflanzen, und größeres Tierwachstum ebenso.

    „Nicht alle können einen langen Zeitraum ohne Nahrung auskommen“

    Wo habe ich das behauptet? Aber diese Fressgewohnheiten vieler Spezies/Schlangen hätte den Aufwand der Versorgung
    der Tiere beträchtlich verringert.

    „EIN Satz in dem Artikel bezieht sich auf Schlangen. Ist das jetzt tatsächlich für Sie der Beweis, dass die Sintflut stattgefunden hat?“

    Nein. Wie ich schon sagte, versuche ich nichts zu beweisen, ich falsifiziere Ihre Beweisversuche – mit Erfolg, wie Sie sehen. Dabei habe ich die Sache mit den Schlangen nur beispielhaft genannt.

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      „Wo habe ich das behauptet? Aber diese Fressgewohnheiten vieler Spezies/Schlangen hätte den Aufwand der Versorgung
      der Tiere beträchtlich verringert.“

      Um vielleicht nochmal auf die Kernaussage zurückzukommen. Es geht nicht darum, dass die Fressgewohnheiten von Schlangen einen Aufwand dargestellt hätten. Es geht darum, dass die Schlange ihre Nahrung meist lebendig verschlingt. Eine Schlange hält Winterschlaf; die Reserven frisst sie sich zuvor an. Da die Tiere ein Jahr auf der Arche gewesen sein sollen, muss dieser Zyklus auch in dieser Zeit stattgefunden haben. Allerdings hätte dies rasant zum Aussterben von Arten führen müssen.

      Dass Arten innerhalb von 4000 Jahren ihre Fressgewohnheiten so sehr verändert haben, dass sie mit deutlich weniger ausgekommen wären, ist eine These, die Sie versuchen aufzustellen. Aus Sicht der Evolution, müsste es eher andersherum laufen, sodass Tiere mit der Zeit weniger Aufwand betreiben müssen, um ihr Überleben zu sichern. Zudem müssten Veränderungen in der Anatomie des Verdauungstraktes festgestellt worden sein, die beweisen, dass die Nahrungsaufnahme bereits vor ein paar tausend Jahren anders ablief. Selbstverständlich gab es im Laufe der Zeit Veränderungen, allerdings bezieht sich dies meist auf eine größere Zeitspanne.

      Antworten
    2. Anonymous sagt:

      “ Ich sage, wie es gewesen sein könnte. Das gilt, solange es nicht widerlegbar ist.“ Falsch. Das ist eine unzulässige Beweislastumkehr. Herr Wolschke ist von den heutigen Tatsachen Schlangen betreffend ausgegangen. Die Behauptung, dass die Tiere damals anders waren, kam von Ihnen und ist daher von Ihnen zu beweisen.

      Antworten
  17. H U Friedrich sagt:

    An besten Sie lesen nochmal die fünf Punkte, die ich eingangs aufgelistet hatte. Sie können keinen davon widerlegen. Sie, nicht ich, stellen Hypothesen auf.

    „..meist lebendig verschlingt“ Deren Überleben hängt aber nicht davon ab.

    „Allerdings hätte dies rasant zum Aussterben von Arten führen müssen.“ Nicht doch. Siehe oben.

    „Dass Arten innerhalb von 4000 Jahren ihre Fressgewohnheiten so sehr verändert haben, dass sie mit deutlich weniger ausgekommen wären, ist eine These, die Sie versuchen aufzustellen. “ Auch dazu habe ich mich bereits geäußert. Und das ein Verdauungstrakt sich stark verändert hat, beweisen Sie wodurch??

    „Selbstverständlich gab es im Laufe der Zeit Veränderungen, allerdings bezieht sich dies meist auf eine größere Zeitspanne.“
    Sie beziehen das auf größere Zeiträume, ich nicht.

    Sie wollen etwas beweisen, nicht ich, da brauchen Sie mir mit Ihren eigenen Schlußfolgerungen „müsste“, „hätte“ „meist“… nicht zu kommen.

    Aabschließend fordere ich Se heraus, mir Ihr bestes Argument zu nennen, dass eindeutig nachweist, dass es die Sintflut/Arche nicht gegebenhaben kann. Achtung: Fragen (wie oder warum hat Gott dies oder das getan oder nicht getan) sind keine Beweise. Aussagen wie „etwas hätte doch so und so sein müssen, dann wäre dies und das passiert“, zählen auch nicht, da das Ihre iegene Logik ist, die ich nicht teile.

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Warum sollte ich ihre Punkte widerlegen? Soll ich jetzt widerlegen, dass Schlangen Winterschlaf halten? Was ändert das daran, dass viele Arten von Schlangen innerhalb eines Jahres, Nahrung zu sich nehmen mussten? Und mit einem Jahr komm ich Ihnen sogar noch entgegen, wenn man bedenkt, dass in der Zeit, nachdem die Arche „gestrandet“ sein soll, die Nahrungsvorkommen für Fleischfresser noch, gelinde gesagt, dürftig waren. Ihre Aussage zu den Schlangen, lässt einzig den Schluss zu, dass keine EINZIGE Schlangenart sich innerhalb der Zeit auf der Arche ernähren musste. Nur dann wäre die Aussage in Bezug auf die Arche widerlegt, „Schlangen fressen beispielsweise in der Regel nur lebendige Nahrung – zumindest muss sie noch warm sein und sich bewegen.“

      Was bitte soll der Versuch, von mir zu verlangen, dass BESTE Argument zu liefern? Dann hätte ich den Text recht kurz halten können. Ich gestehe Ihnen ja gerne Ihren Glauben, an ein solches Spektakel, zu. Für mich macht es, aus den im Artikel genannten Gründen, keinen Sinn, und ja, für mich macht es auch aus theologischer Sicht keinen Sinn. Wer an brennende Sträucher, sprechende Schlangen und Stäbe, die sich in Schlangen verwandeln, glauben möchte, dem ist das sein gutes Recht. Wenn Sie sich allerdings daran festbeißen wollen, dass Schlangen oder generell Tiere sich damals grundlegend anders ernährt haben sollen, dann treten SIE bitte den Gegenbeweis an und müssen diesen auch belegen. Wenn Sie damit fertig sind, wenden wir uns den Kalkablagerungen von Korallen zu.

      MFG Oliver

      Antworten
  18. H U Friedrich sagt:

    „Warum sollte ich ihre Punkte widerlegen?“ Weil Sie, nicht ich, großspurig von „Beweisführung“ reden – und ich Ihnen vor Augen geführt habe, dass Sie rein gar nichts bewiesen haben.

    „Ihre Aussage zu den Schlangen, lässt einzig den Schluss zu, dass keine EINZIGE Schlangenart sich innerhalb der Zeit auf der Arche ernähren musste. Nur dann wäre die Aussage in Bezug auf die Arche widerlegt,“ Wieder konstruieren Sie Ihre eigene Logik, und nehmen das dann als Beleg. Ich habe oben erklärt, welche Bedeutung die Nahrungsaufnahme für den Gesamtaufwand bei der Versorgung der Tiere hat. Entweder Sie stellen sich dumm, oder….

    „Was bitte soll der Versuch, von mir zu verlangen, dass BESTE Argument zu liefern? Dann hätte ich den Text recht kurz halten können.“ Kein „Versuch“, sondern ein Angebot. Nachdem ich Ihre Thesen anhand nur einer Gruppe von Tieren widerlegt habe, beschwerten Sie sich und fragten, ob damit die Geschichte von der Arche „bewiesen“ sei. Also wollte ich Ihnen den Vortritt lassen, und gab Ihnen die Chance, Ihren besten Trumpf zu nennen – und Sie kneifen!! Das sagt, und klärt, alles.

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Danke für diese Antwort. Das kann man meiner Meinung nach so stehen lassen.

      Antworten
    2. Anonymous sagt:

      Der Artikel zeigt ja alle Argumente ausführlich auf. Bitte fangen Sie einfach beim ersten an und bringen Ihre Widerlegung. Um Scheineinigkeit oder Scheinuneinigkeit zu vermeiden, bitte ich Sie, die Argumentation in eine syllogistische Form ohne „loaded language“ zu bringen und alle wichtigen Begriffe zu definieren. Dann sollte für jeden Außenstehenden rational gut nachvollziehbar sein, wessen Argumente die besseren sind.

      Antworten
  19. Anne sagt:

    Ich sage nur 1. Bibelstellen: „Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.“ Matth. 19,26
    Gott ist allmächtig! Er ist doch GOTT! Für ihn sind diese Dinge Lappalien! Noah musste ja auch nicht alle Tiere retten! Sondern nur die ARTEN! Viele Tiere haben Winterschlaf gehalten. Etc.
    Man muss der Bibel glauben! Wenn man diese Geschichte in Frage stellt, dann kann man auch die Geschichte von Jona und dem Riesenfisch in Frage stellen usw. Am Ende findet man nichts mehr „wahres“ drin!
    Unser Gott ist ein groß und allmächtiger Gott, bei dem NICHTS unmöglich ist. Natürlich ist für mich auch nicht alles klar. Leider wird es nicht sooo detailiert in der Bibel berichtet, dass gar keine Frage mehr übrig bleiben. Aber es ist auch nicht nötig. Ich glaube felsenfest dran!

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Liebe Anne,

      ich gehe im Artikel auch nur von den Arten aus. Ich trete sogar den Versuch an, dass nur die jeweiligen Familien in der Arche waren. Aber auch das ist nicht möglich. „Gott ist allmächtig“, ist kein zulässiges Argument, da damit alles erklärt werden kann. Die Frage ist, was ist Realität? Wenn man nur die Bibel als Beweis nimmt, und sämtliche Ungereimtheiten wiederum nur mit dem selben Buch versucht zu erklären, dann könnte man auch genauso gut andere Bücher heranziehen und die Geschichten für wahr halten, weil das Buch den Anspruch erhebt wahr zu sein. Das ist letztendlich ein Zirkelschluss. Es gilt zu beweisen, dass die Geschichten der Bibel wahr sind und sich so zugetragen haben. Die wissenschaftliche Arbeitsweise hat jedoch bereits bewiesen, dass vieles was aufgeschrieben wurde nicht der Wahrheit entspricht. Ich empfehle hierzu das Buch „Keine Posaunen vor Jericho“.

      Herzliche Grüße
      Oli

      Antworten
    2. Anne sagt:

      Gott ist nicht mit „Realität“ zu erklären! Das wäre doch absurd! Keiner hat zu der Zeit gelebt und keiner weiß wie damals die Gegebenheiten waren! Wenn Gott in der Lage ist die Erde zu erschaffen, was ist für ihn dagegen das Überleben der Tiere auf der Arche zu sichern?! Wenn Sie nicht an Gott glauben wollen, dann findet man 1000 Argumente gegen Gott und stellt alles in Frage. Aber ich möchte Sie warnen! Die Bibel sagt ganz klar: „Wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!“ Zu werden wie die Kinder, bedeutet auch, einfach zu glauben und nicht alles beweisen zu müssen was vor 1000 von Jahren geschehen ist!
      Alles Gute Ihnen und treffen Sie die richtige Entscheidung!

      Antworten
    3. Oliver Wolschke sagt:

      „keiner weiß wie damals die Gegebenheiten waren“. Doch das wissen wir, aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wenn Gott nicht mit Realität erklärt werden kann, dann vielleicht deshalb, weil er nicht real ist.
      „Wenn Gott in der Lage ist die Erde zu erschaffen, was ist für ihn dagegen das Überleben der Tiere auf der Arche zu sichern?!“ Warum ist er dann nicht in der Lage gewesen, Kinder zu retten?
      „einfach zu glauben und nicht alles beweisen zu müssen“. Das ist halt schon wichtig, besonders wenn Sie mir ohne Beweise versuchen zu drohen. Das schöne ist, dass mir diese Drohungen einfach nichts mehr ausmachen. Das sehe ich tatsächlich als Gewinn meiner Freiheit an, die ich durch die Beweise und Realität geschenkt bekommen habe. Ich wünsche Ihnen alles Liebe.

      Herzliche Grüße
      Oli

      Antworten
    4. Georgius sagt:

      Lieber Oliver,

      sie schrieben folgendes: „erschoss er einen Polizisten, um ein Exempel zu statuieren. “

      Nein, tat er nicht, das war nur vorgetäuscht, um in eine bessere Verhandlungsposition zu kommen. Der Polizist wurde zwar geknebelt, blieb aber am Leben 🙂

      Zu den ‚geologischen Beweisen‘: Als Geowissenschaftler kann ich Ihnen sagen, dass die Rekonstruktion der Erdvergangenheit mit großen Schwierigkeiten verbunden ist und nicht ohne massive Annahmen auskommt. Schon bei der Historie der ‚aufgezeichneten‘ Geschichte bleiben viele Fragezeichen und einiges im Dunkeln. Das es zu katastrophalen Aussterbeereignissen, auch und insbesondere durch Wasserfluten, kam, ist in der Wissenschaft kein Geheimnis, wenn auch über die näheren Umstände Spekulationen angestellt werden müssen. Allein die vielen überlieferten Flutsagen viele Völker widersprechen jedoch der Aussage, dass es eine Sintflut nie gegeben hätte.

      Antworten
    5. Oliver Wolschke sagt:

      Ich meine, dass ich schrieb: „Im Gegensatz zu Gott war er dazu allerdings nicht wirklich in der Lage, sondern spielte den anderen nur etwas vor.“ 😉 Übrigens ich liebe diesen Film!

      Zu den Überlieferungen von Erzählungen über Sintfluten nahm ich im Text Bezug. Sie müssen sich vorstellen, dass damals die Globalisierung noch nicht so weit fortgeschritten war, wie heute – eigentlich gar nicht. Wenn also das Mittelmeer durch den Bosporus bricht und über tausende Kilometer Fluten auslöst, dann mag man das Gefühl haben, das passiert gerade weltweit – so weit wie eben der Horizont reichte. Ansonsten können die Überlieferungen, die tatsächlich zum größten Teil aus dieser Gegend stammen, kaum eine weltweite Flut beschrieben haben, dazu fehlten einfach die Kommunikationsmittel 😉

      Antworten
    6. Georgius sagt:

      Lieber Oliver,

      die Globalisierung nicht so weit fortgeschritten, ok, umso erstaunlicher das 500 Flutsagen verschiedenster Völker mit globaler Verbreitung existieren. Die Bosporus-These wird heute in der Wissenschaft nicht mehr vertreten und gilt als widerlegt.
      Letztlich wird der Glaube daran entschieden, inwieweit der Bibel, die dies Ereignis als ‚Weltvernichtung‘ aufführt, vertraut wird. Damit ist es ein Glaubens- und kein ZJ-Problem.

      Antworten
    7. Oliver Wolschke sagt:

      Es wäre viel hilfreicher, wenn du Quellen für deine Behauptungen anführst. Speziell was den Einbruch des Bosporus betrifft (https://de.wikipedia.org/wiki/Sintflut#Wassereinbruch_in_das_Schwarze_Meer). Auch zu den 500 Flutsagen „globaler Verbreitung“ hätte ich gerne eine Quelle. Tatsächlich gibt es sehr viele Erzählungen hierzu. Die meisten stammen aus der Gegend um den Bosporus. Aber auch die letzte Eiszeit, die den Meeresspiegel um 200 Meter ansteigen ließ, wird ihr übriges beigetragen haben.

      Der Glaube an ein Buch, welches vor mehr als 2000 Jahren geschrieben wurde, muss sich schon vom Wahrheitsgehalt mit den Erkenntnissen der heutigen Wissenschaft messen lassen. Die Geschichten der Bibel, vor allem die aus dem alten Testament, sind heute zum größten Teil archäologisch als auch durch die Anthropologie widerlegt worden. Ich empfehle hierzu das Buch „Keine Posaunen vor Jericho“.

      Antworten
  20. Anonymous sagt:

    Deshalb nennt man es auch „Glauben“ und nicht „empirisch bewiesene Tatsachen“. Wenn es wissenschaftlich bewiesen wäre müsste auch niemand mehr glauben. Dazu ein kleiner Witz was zum Denken anregen soll:
    Ein „Nicht-Gläubiger“ stirbt und anders als erwartet gibt es eine Wiederauferstehung. Nachdem er Gott, die Hölle, das Paradies gesehen hat sagt er schließlich: Oh Gott bitte verzeih mir! Ich habe mein Leben lang nicht an dich geglaubt. Aber jetzt glaube ich an dich! Als antwort bekommt er nur: Nein du kannst nicht mehr daran glauben. Jetzt weißt du es!

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Es geht ja nicht darum, Gott und die Sintflut nachzuweisen. Dieser Artikel zeigt, dass wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass es keine Sintflut gab; das ist einfach etwas anderes. Als Zeuge hantiert man ja gerne mit Hebräer 11:1, dass der Glaube die gesicherte Erwartung ist von Wirklichkeiten (also der Realität), obwohl man diese nicht sieht. Dann wird gerne anhand von Strom oder Wind argumentiert, weil man diese Dinge nicht sieht, nur deren Auswirkungen. Jedoch ist beides wissenschaftlich nachvollziehbar und belegbar. Auch wenn Gott nicht nachgewiesen werden kann, so müssen in jedem Fall Ereignisse, die in der Bibel erwähnt werden, nachgewiesen werden können. Sei es die Sintflut oder der Auszug der Israeliten aus Ägypten, da diese als Tatsachenberichte von Gläubigen definiert werden. Beides ist jedoch mittlerweile wissenschaftlich entzaubert worden.

      Antworten
    2. Georgius sagt:

      Lieber Oliver,

      im gleichen Wiki-Artikel werden auch die kritischen Stimmen genannt:

      „Andere Forschungsergebnisse stellen jedoch die These von Pitman und Ryan in Frage und zeigen aufgrund vielfältiger Befunde, dass eine katastrophenartige Flutung des Schwarzen Meeres aus dem Mittelmeer über das Marmarameer zumindest innerhalb der letzten 30.000 Jahre unglaubwürdig ist.[45][46][47][48]“

      Deutlicher Widerspruch zeigen auch diese wissenschaftlichen Arbeiten:

      „Controversy over the great flood hypotheses in the Black Sea in light of geological, paleontological, and archaeological evidence“ von Valentina Yanko et al. Beispielsweise als Artikel im Quaternary International oder “ Palaeogeographic conditions in the Black Sea area during the neolithic and chalcolithic age“, von Krassimira Apostolova (Proceedings of the International Conference, 29-30
      October 2008 ). Weitere Quellen zu einer Widerlegung der Bosporus-These wird man im Internet finden, wenn Interesse besteht.

      Derzeitige Favoriten dieser Bosporus-These zeigen ein geradezu gegenteiliges Szenario auf nachdem Forscher angeben, Hinweise darauf gefunden zu haben, dass es genau umgekehrt gewesen sein könnte – dass nämlich die großen europäischen Flüsse wie Donau, Don und Dnjepr nach der letzten Eiszeit zunächst das Schwarze Meer auffüllten und dieses dann ins Mittelmeer überlief.
      Eines machen viele dieser Quellen klar, dass der Wassereinbruch ins Schwarze Meer (welche Richtung und welche Szenario auch immer) nicht die Vorlage für eine Sintflut-Legende geliefert haben kann.
      Siehe auch: https://diepresse.com/home/science/323971/Meeresbiologie_Ist-die-Sintflut-endgueltig-abgesagt

      Zu den Flutsagen: https://www.amazon.de/Myths-Creation-Philip-Freund-ebook/dp/B00LRI7LEC/ref=sr_1_18?ie=UTF8&qid=1542478081&sr=8-18&keywords=Myths+of+Creation

      Nein, sie stammen beileibe nicht nur aus dem Bosporus-Raum, sie sind weltweit zu finden.

      Eine Transgression, d.h., die Überschwemmung von Landbereichen ist sehr oft dokumentiert, keine zeigt die Charakteristik einer solch katastrophalen Auswirkung wie sie die biblische Sinflut beschreibt. Abschmelzendes Eis sorgt für einen Meerespiegelanstieg, dieser geschieht aber nicht in einem kurzen Zeitrahmen, sondern allmählich.

      „Der Glaube an ein Buch, welches vor mehr als 2000 Jahren geschrieben wurde, muss sich schon vom Wahrheitsgehalt mit den Erkenntnissen der heutigen Wissenschaft messen lassen. “
      Auch an den Irrtümern der heutigen Wissenschaft? Ich meine, wir haben es mit der Rekonstruktion der Vergangenheit zu tun und die ist erfahrungsgemäß mit sehr vielen Fehlern behaftet und noch mehr mit Meinungen und Ansichten und weniger mit harten Fakten.
      So muß man auch folgenden Satz: „Die Geschichten der Bibel, vor allem die aus dem alten Testament, sind heute zum größten Teil archäologisch als auch durch die Anthropologie widerlegt worden. Ich empfehle hierzu das Buch „Keine Posaunen vor Jericho“.“ nicht nur relativieren, sondern direkt zurückweisen. Nein, sind sie nicht. Führt man sich allerdings in selektiver Weise die Fakten zu, wird zwar der Glaube an die Unzulänglichkeit der biblischen Historie gestärkt, der Wahrheit ist man damit nicht näher gekommen.
      Die Autoren, sowie deren Hypothesen von ‚Keine Posaunen..‘ werden, soweit ich gelesen habe, in der Fachwelt nicht ernst genommen, sprich, es wird deutliche Kritik an deren Hypothesen geübt und mit einem Kopfschütteln begleitet.

      Natürlich schafft sich jeder seinen Glauben und sucht darin Selbstbestätigung, nur sollte man sich zumindest hin-und wieder ansehen, auf welchem Fundament man baut und dies gegebenenfalls revidieren. Obwohl, eines habe ich gelernt, die Menschen glauben, was sie glauben wollen und dies gilt in jeder Richtung und mit jeder Färbung. 🙂

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    3. Oliver Wolschke sagt:

      Schade, dass du gegen Ende des Kommentars deine Objektivität verloren hast. Ansonsten fand ich deinen Kommentar sehr aufschlussreich und argumentativ gut aufgebaut.
      „Auch an den Irrtümern der heutigen Wissenschaft?“ Ja, die Bibel muss sich mit den wissenschaftlichen Ergebnissen messen lassen, deren Thesen sich aufgrund neuerer Erkenntnisse, selbstverständlich als falsch darstellen können. Das ist das besondere an der wissenschaftlichen Arbeitsweise. Sie ist nicht absolut. Genauso wenig ist mein Weltbild absolut. Ich korrigiere meine Sicht gerne, wenn die Argumente gut und rational sind.

      Es gibt selbstverständlich Thesen, die anhand von Forschungsergebnissen andere Thesen anzweifeln.
      „Derzeitige Favoriten dieser Bosporus-These zeigen ein geradezu gegenteiliges Szenario auf nachdem Forscher angeben, Hinweise darauf gefunden zu haben, dass es genau umgekehrt gewesen sein könnte.“ Ob es nun deine *Favoriten* sind, sei dahingestellt (https://www.sueddeutsche.de/wissen/vor-jahren-der-wassersturz-am-bosporus-1.633396). Das wichtigste ist, dass wir uns der Realität annähern. Vielleicht werden wir in einigen Jahren mehr wissen.
      Jedoch sollten wir uns bewusst machen, dass wir uns aktuell mit der Frage beschäftigen „woher stammen die Flutsagen?“, die es, und das habe ich in meinen vorangegangenen Kommentaren durchaus bestätigt, weltweit gibt. Wir gehen nicht der Frage nach, ob es die Sintflut gab. Es gibt zwei aufgeworfene Thesen: 1. durch eine Sintflut, durch Gott herbeigeführt und 2. durch die letzte Eiszeit, die weltweit Fluten ausgelöst hat. Die Eiszeit ist sehr gut belegt. Du schreibst: „Abschmelzendes Eis sorgt für einen Meerespiegelanstieg, dieser geschieht aber nicht in einem kurzen Zeitrahmen, sondern allmählich.“ Ich lese hieraus, dass du annimmst, das Fluten aufgrund des allmählichen Anstieges nicht stattfinden können, jedenfalls nicht in dem Ausmaß, wie es die Bibel beschreibt. Selbst wenn in unseren Breitengraden die Elbe sehr langsam ansteigt und einen kritischen Punkt übersteigt, endet dies nicht selten in flutartigen Überschwemmungen. Ansonsten empfehle ich noch diesen Abschnitt zum Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Letzte_Kaltzeit#%C3%9Cberschwemmungen. Die aktuellen Erkenntnisse zur Eiszeit fügen sich also in bisheriges Wissen konsistent ein. Eine biblische Sintflut schließe ich aufgrund der im Artikel aufgeführten Argumente aus. Die Bospurus-These ist nur ein Baustein, der die Flutsagen kritisch betrachtet. Doch ich erkenne an, dass diese auch aufgrund anderer Vorkommnisse ihren Ursprung haben können – herbeigeführt durch den Anstieg des Meeresspiegels.

      „Die Autoren, sowie deren Hypothesen von ‚Keine Posaunen..‘ werden, soweit ich gelesen habe, in der Fachwelt nicht ernst genommen, sprich, es wird deutliche Kritik an deren Hypothesen geübt und mit einem Kopfschütteln begleitet.“ Die Thesen werden im Buch sehr gut begründet und mit Beweisen angereichert, zumal der Bibelbericht selbst herangeführt wird und eine Menge Widersprüche aufzeigt. Aber ich habe großes Interesse an gegenteiligen Thesen und Belegen, die die Forschungsergebnisse der beiden Archäologen widerlegen sollen.

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    4. Georgius sagt:

      Momentan habe ich kaum Zeit darauf einzugehen, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

      Überschwemmungen sind in den geologischen Epochen keine Seltenheit, man kann sie quasi als Normalität betrachten.
      Menschen, die diesem Naturphänomen ausgesetzt sind und waren, können sehr wohl den Unterschied zwischen Überschwemmung und katastrophaler, vernichtender Flut unterscheiden. Beispielsweise wäre ein Impaktgeschehen ein denkbares Ereignis, welches nicht nur Kontinentalplatten zerbrechen kann, sondern tiefgreifende klimatische Veränderungen bewirken könnte. Es existieren also Qualitäts-und Quantitätsunterschiede, in der Direkt-als auch in den Langzeitwirkungen.
      Natürlich funktioniert der Vergleich nur dann, wenn man die Schilderungen in der Bibel nicht nur für einen Mythos hält, sondern für reale Geschichte. Aber auch hier gilt und dies ist meine subjektive Erfahrung, jeder sieht das, was er sehen möchte 🙂

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    5. Oliver Wolschke sagt:

      Das Beispiel mit der Elbe diente nur dazu, ihre Vorstellungskraft anzukurbeln. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen dem Anstieg eines Flusses und dem Anstieg des Meeresspiegels um 200 Meter. Die verlinkte Quelle schreibt dazu folgendes: „Am Ende der Kaltzeit ereigneten sich in den verschiedenen Regionen der Erde katastrophale Überflutungen. Diese werden auch Gletscherläufe genannt, wenn der Damm eines Eisstausees bricht. Zu den größten dieser Ereignisse zählen die Missoula-Fluten in Nordamerika mit dem Abfließen des Eisstausees Lake Missoula. In Asien gab es eine Serie verheerender Gletscherläufe in ähnlicher Größenordnung, die Altai-Fluten in der heutigen Republik Altai.[21] Weitere große Überflutungen waren die des Lake Bonneville (im heutigen Utah), bei den Großen Seen, die ebenfalls kaltzeitliche Relikte sind, und nordöstlich davon, im Champlainmeer, wo Meerwasser weit ins Landesinnere eindrang, welches zuvor vom Eisschild niedergedrückt wurde.“
      Ja, es gab durch das Ende der Eiszeit auch „tiefgreifende klimatische Veränderungen“. Dies wird ebenfalls in der verlinkten Quelle beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Letzte_Kaltzeit#Abrupte_Klimaschwankungen
      Wie gesagt, es fügt sich alles konsistent in bisheriges Wissen. Es verwundert nicht, dass es weltweit Fluterzählungen gibt. Zumal viele dieser Erzählungen deutlich älter sind, als die biblische Erzählung. Speziell wenn wir von 6000 Jahren Menschheitsgeschichte ausgehen (so die Lehre der Zeugen), ist das Argument, die Fluterzählungen stützen den biblischen Bericht, nicht mehr länger haltbar.

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    6. Georgius sagt:

      Lieber Oliver,

      aber wie belegt man, dass es sich bei diesen lokalen Überschwemmungen um die in der Bibel geschilderte Sintflut handelt?
      Ein Anstieg des Meeresspiegels geschieht auch nicht von heute auf morgen, da liegen schon hunderte von Jahren dazwischen.
      Deutlich ältere Fluterzählungen? Oder alle abgeleitet von demselben biblischem Ereignis? Datierungen werden nicht selten und lange Zeit kontrovers diskutiert. Zu recht, würd ich sagen. 🙂

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    7. Anonymous sagt:

      Bin gerade auf dein Buch aufmerksam geworden, werde es demnächst besorgen und durchlesen.

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    8. Oliver Wolschke sagt:

      Viel Spaß beim Lesen 🙂

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    9. Georgius sagt:

      Gerade als Mail erhalten:
      Zitat
      Die 3. Auflage des Buches „Keine Posaunen vor Jericho?“, herausgegeben von Uwe Zerbst & Peter van der Veen. Das Buch ist eine Antwort auf den gleichnamigen Bestseller – ohne Fragezeichen – von Israel Finkelstein, der den biblischen Bericht für archäologisch unglaubhaft hält.
      Die Autoren beschäftigen sich in mehreren Beiträgen mit der Frage nach der Geschichtlichkeit des biblischen Exodus- und Landnahme-Berichtes und zeigen, dass die Einwände gegen die Historizität der in der Bibel geschilderten Ereignisse nicht stichhaltig sind. ZitatEnde

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    10. Oliver Wolschke sagt:

      Vielleicht auch für alle anderen Leser interessant:

      Das Original „Keine Posaunen vor Jericho“ von zwei hervorragenden und von der Fachwelt anerkannten Archäologen: https://www.amazon.de/Keine-Posaunen-vor-Jericho-archäologische/dp/3423341513/
      Israel Finkelstein: „Direktor des Archäologischen Instituts der Universität von Tel Aviv. Er hat als Gastprofessor in Chicago, Harvard und an der Sorbonne gelehrt. Er zählt zu den führenden Archäologen in Israel. Seit 1992 leitet er zusammen mit David Ussishkin (* 1935) die Ausgrabungen in Megiddo.“
      Und Neil Asher Silberman: „Er ist ein Absolvent der Wesleyan University in Middletown, Connecticut und hat sich an der Hebräischen Universität von Jerusalem auf die Archäologie des Nahen Ostens spezialisiert. Er arbeitete von 2004 bis 2007 als Direktor am Ename Center for Public Archaeology and Heritage Presentation in Belgien, ist aber im Herbst 2007 in die USA zurückgekehrt, wo er u. a. als Mitherausgeber des renommierten Archaeology Magazine tätig ist.“

      Und hier das Werk „Keine Posaunen vor Jericho?“ (mit Fragezeichen): https://www.amazon.de/Keine-Posaunen-vor-Jericho-Arch%C3%A4ologie/dp/3775144196
      Autor Dr. Ing. Uwe Zerbst – Mitglied von Bibelbund e.V. dessen erklärtes Ziel wie folgt lautet: „Stärkung des Vertrauens in die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift“ (https://bibelbund.de/der-bibelbund/uber-uns/).
      Und Peter van der Veen: Er „ist ein niederländischer evangelikaler Alttestamentler und Biblischer Archäologe“.
      Laut Wikipedia: „Zusammen mit Peter James (Althistoriker) und Robert Morkot (Ägyptologe), John Bimson (Alttestamentler) und Uwe Zerbst ist er Gründungsmitglied des internationalen Chronologie-Forums BICANE (Bronze to Iron Age Chronology of the Ancient Near East). Im Hintergrund steht die durch Peter James et al. vertretene Neudatierung der ägyptischen Chronologie (Centuries of Darkness, 1991), die in der Ägyptologie eine Minderheitsmeinung darstellt, beziehungsweise kaum rezipiert wird.“

      Ich denke, ich werde es dennoch lesen 🙂

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    11. Georgius sagt:

      Oh je, nun habe ich gleich drei Bücher, die hoffentlich nicht nur mein Regal zieren werden. Ich hoffe, ich komme auch dazu diese zu lesen.
      Ein Aspekt, der mir besonders ins Auge fiel, werde ich natürlich berücksichtigen, denn meinen Skeptizismus kann ich leider nicht beiseitelegen:
      Zitat
      Dass Finkelstein eine extreme Außenseiterposition unter den Archäologen vertritt, erfährt der „Spiegel“-Leser allerdings nicht.ZitatEnde
      Quelle: https://bibelbund.de/2014/12/wie-der-spiegel-die-bibel-erfindet/

      Nichts gegen Minderheitenmeinungen oder Außenseiterpositionen, sie stehen bei mir nicht generell unter Verdacht falsch zu sein. Dennoch Vorsicht ist geboten und eine entsprechend kritische Beurteilung. Natürlich kommt es auch darauf an, welchen Nektar man daraus ziehen möchte. Dient etwas zur Härtung der eigenen Argumentation (und wir alle haben dazu eine angeborene Neigung) kann der Blickwinkel schon wieder gefärbt sein. 🙂

      Antworten
    12. Oliver Wolschke sagt:

      Die Skepsis solltest du auch nicht beiseite legen 😉 Ich versuche es ebenfalls. Du hast recht, man hat natürlich eine Meinung und man muss sich immer wieder korrigieren, dass man nicht nur einseitig nach Argumenten (oder Autoritäten) sucht, die das eigene Weltbild bestätigen. Dennoch kann ein Experte, herangezogen werden, um seinem Argument Ausdruck zu verleihen.

      Antworten
  21. Querkopf sagt:

    Wirklich interessant und logisch. Bis auf einen Rechenfehler sowie einen Rechtschreibfehler habe ich nichts zu bemängeln.

    Antworten
    1. Oliver Wolschke sagt:

      Vielen Dank! Mich würde sowohl der Rechenfehler als auch der Rechtschreibfehler interessieren. Beides möchte ich gerne korrigieren.

      Herzliche Grüße, Oli

      Antworten
  22. Anonymous sagt:

    Großartig! Danke für die offensichtliche Mühe, die in diesen Artikel geflossen ist!

    Antworten
  23. Michael Henry sagt:

    Sehr geehrter Herr Wolschke, Ihr Artikel klingt logisch und in Vielem folgerichtig. Das Problem ist nur, dass man den Glauben an die Bibel, abgesehen von den m.E.falschen Lehren der ZJ, mit über Bord wirft. Immerhin beansprucht das Wort der Bibel, dass es die Wahrheit ist. Auch Gott-Vater, Jesus Christus, der Heilige Geist und das Gesetz- die zehn Gebote sind nach der Bibel Wahrheit. Ebenso gibt es eine Gebrauchsanleitung für dieses Wort: Nichts hinzufügen, nichts weglassen, steht dreimal in der Bibel, am Anfang, 5.Mo.4,2, in der Mitte, Spr. 30,5+6 und am Ende, Offb.22,18+19. Wir sollen doch glauben und nicht wie die „Griechen“ nach Weisheit (irdischer) fragen.
    Ich kann nicht so explizit auf Ihre Argumente gegen eine weltweite Flut eingehen und erlaube mir Ihnen hierzu die Vorträge von Dr.Walter Veith auf youtube zu empfehlen. Der Mann war Evolutionist, ein wissenschaftlicher Hochschullehrer, der Kreationist geworden ist und wunderbar und einleuchtend Dinge der Geologie und Schichtenkunde so erklären kann, dass es viel besser und einleuchtender ist als jeder Geologe, der es mit anderen Theorien versucht. Es gibt offensichtlich weltweit auftretende Schichten, die katastrophal entstanden sind.
    Was die Lehre der ZJ über die Schöpfung betrifft, nämlich dass jeder Schöpfungstag 1000 Jahren entspricht, ist offensichtlich Unsinn, weil der Sabbat dann auch 1000 Jahre andauert und die Wocheneinteilung mit sieben buchstäblichen Tagen zu je 24 Stunden hinfällig wird. Könnte die Pflanzenwelt ohne Bestäubung von Insekten 21.000 Jahre überlebt haben? Die Pflanzen wurden am 3.Tag, die Insekten erst am 6.Tag erschaffen.
    Das Problem der Zeugen ist m.E.ganz wesentlich, dass sie keine Erfahrungen mit dem auferstanden Christus haben, weil sie ihn nicht annehmen oder aufnehmen, wie es bei Joh. 1,12 steht: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben“ n.LU . Sie können nicht an ihn glauben, weil sie ihn nicht kennen und haben deshalb auch keine lebendige Beziehung zu ihm. Lesen Sie doch Röm.10. da ist von Christus die Rede und nicht wie die NWÜ in Vers 13 sagt von Jehova.
    Ich verstehe auch nicht Alles, was in der Bibel steht, habe aber Vertrauen zu Gott und zu Jesus Christus, weil ich schon viele persönliche Erfahrungen mit Ihm gemacht habe, indem ich Ihn angerufen habe.
    Wünsche Ihnen und Ihrer Familie Gottes Segen und alles Gute mit Jak. 1, 5, herzlichst Ihr Michael H.

    Antworten
  24. Nick sagt:

    Ich bin rhetorisch nicht so bewandert wie Oliver, mein Beitrag ist also verhältnismäßig „leichte Kost“. 😉
    Vorab möchte ich ihm für seine Web-Präsent danken – auch wenn es für mich als wenig gläubig-erzogenen Menschen oft schwer ist, den Artikeln zu folgen, so finde ich seine Interpretationen u. Ausführungen als ehem., sehr engagierter ZJ besonders interessant.

    Nun denn…
    Wir Menschen haben Sinnesorgane (ich schreibe bewusst nicht „wurden ausgestattet“), durch deren Nutzung und den daraus gewonnenen Erfahrungen wir Dinge als „real“ bewerten können. Streng genommen könnte jeder alles in Frage stellen, was er selber nicht erlebt hat aber selbstverständlich gibt es auch Wahrheiten, die man nie selber erlebt – die „glaubt“ man dann weil nachvollziehbar, logisch oder glaubhaft und betrachtet diese je nach Überzeugungsgrad als „real“.

    Je kritischer ein Mensch ist, desto weniger leichtgläubig ist er weil er alles möglichst selber erleben möchte oder durch Nachweise/Beweise überzeugt werden will. Für den einen sind wissenschaftliche Untersuchungen erst ein Beweis, anderen reichen TV-Berichte, weiteren reichen bereits übermittelte Geschichten. Wir wissen wahrscheinlich alle, wie sehr man als Kind zugetragene Märchen für Wirklichkeit gehalten hat – bis dann irgendwann die Intelligenz wuchs und man anfing, Dinge zu hinterfragen und als unlogisch zu bewerten (sonst würden viele immer noch an den Osterhasen glauben).

    „Glauben“ ist eine Kurzform für „nicht wissen“, heisst es oft. Der Glaube der ZJ geht m.E. weit darüber hinaus, sie stellen den Inhalt der Bibel als Niederschrift von Tatsachen dar, die Bibel selber als Beweis derer. Sie „glauben“ meines Erachtens nicht mehr, sie behaupten, die Vergangenheit und Zukunft dadurch zu „kennen“.
    Womöglich wurden Geschichten zusammengetragen wie man sie in der Bibel findet aber ich zweifele an deren Wahrheitsgehalt. Man weiß doch, wie sich der Inhalt einer Erzählung schon innerhalb des eigenen Bekanntenkreises über Jahre der Weitererzählung verändert bzw. verfälscht (meist reichen schon wenige Tage). Und da soll nach hunderten, gar tausenden Jahren des Weiterreichens und Zusammentragens durch versch. Sprachen alles genau SO stattgefunden haben wie es in der Bibel niedergeschrieben wurde? Die Erzähler und Schreiber müssen „übermenschlich“ gewesen sein denn ich erinnere mich nicht an Behauptungen, dass Gott die Bibel selber verfasst hat. Dass die Bibel also eine Zusammenfassung von Fakten sein soll, dafür fehlt (mir) einfach der Glaube. Da hätte Gott dem Menschen mehr mitgeben müssen um das als Realität zu „schlucken“.
    Wenn er so allmächtig ist, die Naturgesetze beliebig zu ändern (anders sind seine Wunder ja nicht erklärbar) – warum macht er sich so viel Arbeit mit seinem „missratenem“ Experiment, dem Menschen? Warum schafft er nicht einfach eine neue Spezies, das All ist doch groß genug. Wieso muss man glauben, dass alles nicht erklärbare (oder nicht nachvollziehbare) zwangsläufig von „Gott“ geschaffen wurde, der genauso „tickt“ wie wir es mit seinen Fähigkeiten täten? Wir könnten genauso gut das Resultat einer anderen „Übermacht“ sein, hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

    Die Zeit der (Leicht-)Gläubigkeit der Menschen sinkt durch die zunehmenden Möglichkeiten der Wissenschaft, Wahrheiten aufzudecken. So war es schon, als bewiesen wurde, dass die Erde KEINE Scheibe ist (bis dahin war dies eine Tatsache weil keiner das Gegenteil beweisen konnte).
    Diesen enormen Fortschritt der Wissenschaften seit dem 19Jh. konnte Russel natürlich nicht vorhersehen (noch weniger die Bibelschreiber zuvor).

    Solange es keine für den Menschen nachvollziehbaren Nachweise gibt, hat er keine andere Wahl als zu „glauben“ bzw. sich dem Glauben hinzugeben.
    Mit der Zeit werden Stück für Stück „fantastische“ Darstellungen der Bibel entkräftigt bis man den Inhalt ausschließlich nur noch mit „Glauben“ argumentieren kann. Bis vor eigentlich wenigen Jahren (100-200) konnte man Menschen mit solchen Geschichten vermeintliche Wahrheiten vermitteln (und Angst und/oder Hoffnung schüren) aber viele Menschen wollen zunehmend Beweise, die sie selber während ihrer Lebenszeit erfahren können und nicht aus „Geschichtsbüchern“ zugetragen bekommen.
    Es ist doch seltsam, dass es keine Bibel-artigen Wunder mehr gab, seit es die Möglichkeiten gibt, solche für die Nachwelt in Bild u. Ton festzuhalten…

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  25. Dipl.-Ing. Frank Wiesner (50) sagt:

    Ich finde es beeindruckend, wie akribisch hier Argumente gegen die Sintflut zusammengetragen wurden. Das wäre gar nicht nötig gewesen, wenn man sich einmal vor Augen gehalten hätte, dass sich die Bibel erstens aus mündlichen Überlieferungen speist und zweitens einen moralischen Appell verbreiten möchte.

    Unter diesen Aspekten kann ich mir leicht vorstellen, dass die biblische Sintflut durch die mündliche Überlieferung einiges an Übertreibungen und Hinzudichtungen erfahren hat.

    Die „Sintflut“ wird es sicherlich gegeben haben, aber territorial begrenzt. Die Menschen wussten doch gar nicht, wie groß die Erde ist. Und ein gewisser Noah wird auch ein Schiff gebaut haben. Wie groß nun tätsächlich und wie viele Tiere an Bord waren… ist das nicht egal? Er hat vorhergesehen, dass etwas Schlimmes passieren wird und er hat aus seiner Sicht logisch und konsequent gehandelt. Das ist für mich die Botschaft.

    Insofern schließe ich mich dem Kommentar von Cecilie Sturmwolke an.

    Antworten
  26. wildcarts sagt:

    Sie irren sich Herr Wiesner. Die biblischen Geschichten sind nachweislich ALLE frei erfunden. Sie entstanden aus etlichen babylonischen, ägyptischen, sumerischern, assyrischen usw. Mythen und Legenden, die die JHWH-Priester in Babylon im 6. Jhrdt. v.u.Z. zusammen stellten, um eine künstliche Volksgeschichte zu erzeugen, mit denen sie das Land der Israeliten aneignen wollten.
    Eine Sintflut hat es de facto nie gegeben. Dieses Märchen ist eine extrem ausgebaute Kopie des sumerischen Gilgamesh-Epos, welches eine örtliche Überschwemmung beschrieb.

    Antworten
    1. Thomas Golem sagt:

      Behaupten kann der Mensch vieles und Meinungen aber Beweise sind wichtig um die Bibel zu widerlegen
      Selbst ernannt Fachleute können nichts beweisen

      Antworten
  27. Heinz sagt:

    Guten Abend Herr Wolschke,

    ich bin seit etwa 2 Jahren mit jw.org und den Versammlungen zweisprachig vertraut, aber nicht getauft. Und ich schicke voraus:
    Im Grunde bin ich von den Zeugen Jehovas sehr positiv überrascht. In keiner Weise fühle ich mich von diesen Menschen, die durchgehend wesentlich korrekter, anständiger und respektvoller auftreten, als der der Rest der mit ca. 4000 persönlich bekannten Menschen auf dieser Welt in irgendeiner Weise gegängelt oder gar gedrängt. Sie sind sehr freundlich. Niemand schreibt mir etwas vor. Wir machen uns Termine aus und halte diese verlässlich ein. Niemand drängt mich zu etwas. Man bekommt Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt, ohne jeden Geldbeitrag, was heute in Deutschland ohnehin schon völlig undenkbar ist. Verlässlichkeit! Gerne nehme ich diese Eigenschaft von dieser Glaubensgemeinschaft an. Allein damit haben allerdings sehr viele von Außen schon ihre liebe Not und fühlen sich „diktiert“, „gedrängt“… nur weil jemand nachfragt, wenn man 10 Minuten zu spät kommt. Wirklich ein schlechter Witz, was da öfters von Kritikern vorgebracht wird. Auch sind diese Menschen durchwegs wirklich ehrlich. Was man heutzutage im Leben leider schon wirklich suchen muss.
    Ich würde mich als einen „ehrlich Interessierten“ einstufen, direkt aus der Mitte der Gesellschaft, der auch dafür bekannt ist, sich nicht einfach was vordenken zu lassen.

    Auf der Suche nach interessanter Recherche zum Thema Sintflut bin ich auf Ihre Seite, die ich sonst wohl nicht angesteuert hätte, gestoßen. Zuerst mal vielen Dank, dass Sie sich zum Thema so viel Zeit genommen haben, auch wenn es aus meiner Sicht bei Ihnen im Gesamten eine destruktive Absicht ist.
    Viele Ihrer aufgezählten „Fakten“ entsprechen auch meiner Auffassung als Geologie-, Biologie-, und Geographie-Interessierten. Ich habe mir für die Gemengelage viel Zeit erspart.

    Ihre Ausführungen bestärken mich in der Auffassung, dass im alten Testament einige Erzählungen nicht per se´falsch sein MÜSSEN, nur weil sie so wie heute dargestellt im Grunde nicht genau so stattgefunden haben können. Als Vater 3er studierter Kinder, die oft wirklich faszinierende „Benchmarks“ aus der Uni daher bringen, bin ich über viele „theoretische Zugänge“, die heute als Basis für wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse herangezogen werden, allerdings nicht minder erstaunt, wie über die biblischen Sintflut-Formulierungen.
    1 Stichwort reicht: Klima.

    Für mich stellt sich nicht die Frage, wer hier wen widerlegt.
    Für mich sind knapp 9 km mehr Wasserhöhe auf der Erde nur mit 2 Erklärungen haltbar:
    1.) Gott/Jehova/der Schöpfer hat es auf eine Weise gemacht, die wir Menschen nicht erfassen können. (Diesen Zugang verweigern Sie als offenkundig. Ok. Ihr Buch. Ihr Blog.)
    2.) Es fand in gleichem Sinne wie in der Bibel statt, ist jedoch möglicherweise durch eine sehr lange Zeit seit dem Geschehen bis zu Mose‘ Niederschrift im Kontext mehrmals verändert worden. (Phänomen der Multiplikation in Erzählungen, wo Großes noch größer wird u.s.w.) Letztlich fand es statt, aber anders. Chronologisch gesehen sehe ich als „Bibel-Halblaie“ nun so an, dass gerade die Schriften Mose einer höheren Fehlermöglichkeit ausgesetzt waren. Auch wenn Steintafeln bzw. Papyrus haltbarer sind, als z.B. unsere lieben Festplatten.
    In zeitlicher Relation ist die Genesis einerseits völlig klar definiert, andererseits zeitlich und vor allem in Maßstäben aus meiner Sicht immer diffuser, je älter es zurück geht. Daher gehe ich Geschichten, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann, wirklich nach. Das wissen die Freunde von den Zeugen Jehovas auch und heißen das gut. Ganz anders, als sie hier auf Ihren Seiten darstellen.
    Wie die Regeln als Getaufter aussehen, ist mir klar und obliegen eines Jeden eigenen Urteilsvermögens.
    Einen Glauben wirklich auch zu leben ist halt nicht so einfach, wie heute einen Audi, nächstes Jahr den BMW.

    Nach Ihren Darstellungen bin ich zwar ebenso noch nicht schlauer zur Sintflut. Weil Sie ja nur beweisen wollen, dass es sie NICHT gab. Obwohl 500 Kulturkreise diese Geschichte kannten. Nur in Einem bin ich mir sicher: Sollte die Geschichte Noahs geographisch begrenzter abgelaufen sein (wie auch ich es vermute), stellt das das Gesamtkonstrukt der Heiligen Schrift nicht in Frage. Das würde es nur, wenn die Sintflut eine freie Erfindung gewesen wäre.
    Ich bin ein ziemlich realitätsbezogener Mensch. Doch dennoch erkenne ich klar an: Die Antworten der Bibel im Ganzen sind die ganzheitlichste Antwort auf die Herausforderungen des Lebens. Auch ergibt sie einen klaren Sinn des Lebens. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Sie sich ganz von ihr abgewandt haben. Das wäre traurig und ein Beweis dafür, dass für Sie persönlich andere Beweggründe wichtiger waren. Warum erzählen Sie nichts darüber, wie Zeugen Jehovas vormals drogenabhängigen oder auf die schiefe Bahn geratenen, oder gar völlig entwurzelten Menschen wieder einen Lebenssinn gegeben haben? Auch das finde ich schade.

    Die Bibel gibt sehr klare Antworten: Leider ZU konsequent aus der Sicht des heutigen rennenden Polit-Kapitalsystems. Und zwar klarere Antworten als alle selbsternannten Welterklärer und Besserwisser dieser Welt bisher gefunden haben.
    Dagegen finde ich ehrlich gesagt es schon für eine ziemliche Dreistigkeit, alle, die sich mit JW beschäftigen, in die Ecke „verblendet“, „blind gehorsam“, oder gar „gefährdet“ (vor was eigentlich?), oder gar Ihrer Sinne beraubt zu rücken, finde ich ehrlich gesagt schon eine ziemliche Dreistigkeit. Ist es nicht viel mehr „Abarbeitung und Rache“, weil sie diese Gemeinschaft eben nicht teilen wollen?

    Nach der Sintflut klickte ich auf den Rest ihrer Webseite. Und hier offenbart sich dann umso deutlicher der „Grabenkrieg“, den Sie da führen.
    Sie sind ja nicht der Einzige: Die einen vertrauen der Heiligen Schrift und schalten ihr Hirn ein, die Gegner (ist es eine Schleife der Trauer oder die neutrendliche „Toleranzschleife“ auf Ihrem URL-Gif?) suchen umso mehr Heil und Hirnschmalz im Widerlegen.

    Ich sage es Ihnen ganz offen:
    Lieber schließe ich meinen Bund mit Jehova für meine Rettung (später, denn was soll uns bitte in dieser Welt hier noch retten? Sie glauben doch bezüglich der Gier der Menschen nicht ernsthaft daran), indem ich versuche, die „inspirierte Schrift“ zu verstehen und danach zu leben. Mit oder ohne JW. (Im Übrigen ist die biblisch treue Lebensweise im Gesamten wesentlich toleranter weil rücksichtsvoller, als das aktuelle System es uns vorschreibt.) Das tue ich viel lieber und überzeugter, als Jenen zu folgen, die alles „erkannt“, „durchschaut“ und „gecheckt“ haben wollen. Denn diese versagen seit Menschengedenken.

    Was ich allerdings auch niemals tun würde: Mich blind in eine Organisation oder einen Weg zu verrennen, der mich und meine Familie unglücklich machen könnte. Die Bibeln und ganzen Lektüren in unserer Familie wurden uns übrigens alle ohne jede Gegenbitte GESCHENKT. Dafür hätte mir jeder Pfarrer eine Menge Geld abgeknöpft.

    Last not least: Als früherer Katholik (jetzt o.B.) hätte ich mich gefreut, wenn Leute wie Sie sich so in der Aufdeckung von vertuschten MASSENVERGEWALTIGUNGEN heuchelnder homo- wie heterosexueller, pädophiler Priester betätigt hätten. Denn in den JW-Versammlungen wie in den Bibelstunden gibt man ja wenigstens zu, selbst nicht vollkommen zu sein. Zu diesem Thema hat JW aber wenigstens eine sauber abgefasstes Anzeige- und Ausschlussprozedere. Es spricht aus Ihnen reiner Hass, das hier groß auf die Tafel zu bringen. Ja, auch erwähnenswert. Gerade dass sie nicht die ganzen Lebensgeschichten dieser Leute aufbereitet haben.
    Haben Sie eigentlich damals in der Organisation auch so viel Zeit hinein gesteckt, oder taten Sie zuwenige, um ein (ich zitiere Ihre respektlose Wortwahl:) „Hohes Tier“ zu sein? Wenn ich mir Ihre „Karriere“ ansehe, klingt auch sehr ein Scheitern durch.
    Vielleicht sind Sie froh darüber. Und dann ist es auch gut.

    Jedem das Seine. Ich dagegen bemitleide Sie, dass Sie nicht mehr daraus gemacht haben und nun Ihre Zeit mit destruktiver Öffentlichkeitsarbeit zur Bewerbung Ihres Buches verbringen. Ihr Buch kaufe ich deswegen erst recht nicht, um Sie nicht auch noch in ihrer destruktiven Mission zu stärken.
    Die Seite betrachte ich als reinen Clickbait durch öffentliche Abarbeitung ihrer persönlichen Niederlage.

    Demgemäß bin ich heilfroh, dass wir vor Gottes Gericht stehen, und nicht dem Ihrigen.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Frieden mit der Vergangenheit finden. Denn das kann einen zerfressen. Kenne ich aus eigener Erfahrung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heinz

    Antworten
    1. Micha sagt:

      Lieber Heinz,
      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Sie erwähnen mehrfach, dass Jehovas Zeugen für ihre Tätigkeit kein Geld verlangen und sehr freundlich und verlässlich sind. Das ist richtig. Das Problem liegt woanders. Was sie glauben, entspricht nicht der Realität. Wenn der äußerst freundliche und verlässliche Mathe-Lehrer seinen Schülern beibringt, dass 2+2=5 ist, dann hilft es auch nicht, dass er die genannten positiven Eigenschaften offenbart. Dieser Blog hat entgegen Ihrer Vermutung nicht im Geringsten die Absicht, destruktiv zu wirken. Im Gegenteil: Er soll den Leser befähigen, kritisch zu denken, Methoden der Indoktrination zu erkennen und Fehlschlüssen nicht auf den Leim zu gehen.

      Sie geben an, dass es für Sie nur zwei plausible Erklärungen gebe, warum sich so viel Wasser auf der Erde befinde. Eine davon sei, dass es Jehova auf eine Weise gemacht hätte, die wir nicht verstehen könnten. Diese Aussage ergibt jedoch keinen Sinn. Sie gehen davon aus, dass Jehova existiert (was bereits äußerst unwahrscheinlich ist) und argumentieren, dass wir nur nicht wüssten, wie er es gemacht hätte. Hierbei handelt es sich jedoch um ein argumentum ad ignorantiam – einen Fehlschluss, der an das Nichtwissen appelliert. Wenn wir nicht wissen, wie Jehova das gemacht hat, dann können wir dies nicht als plausible Begründung für die Tatsache heranziehen, dass die Erde mit so viel Wasser bedeckt ist. Das wäre so, als würde ich sagen: Ich kenne eine total plausible Erklärung für die Entstehung der Ringe des Saturn. Die Gießkanne, die um ihn kreist (was bereits völlig unwahrscheinlich ist), hat die Ringe entstehen lassen. Wir wissen nur nicht wie. Niemand würde diese Erklärung für plausibel halten…

      Ihren zweiten Erklärungsansatz kann ich hingegen nachvollziehen. Dass also ein Körnchen Wahrheit an der Geschichte der Sintflut dran ist, diese jedoch über die Jahrhunderte verändert, verfälscht und übertrieben wurde und in dieser Form dann Eingang in die Bibel fand. Da würde Ihnen aber kein einziger Zeuge zustimmen. Für diesen ist jedes einzelne Wort in der Bibel absolut wahr.

      Sie haben ganz richtig festgestellt, dass wir beweisen wollen, dass es die Sintflut in der beschriebenen Form nicht gab. Hierfür haben wir diverse schlagende Argumente geliefert. Für einen Zeugen Jehovas heißt das, dass Jesus auf ein Ereignis Bezug nahm, das (so) niemals stattfand. Damit ist ihm auch klar, dass Jesus nicht Gottes Sohn gewesen sein konnte, was wiederum das Loskaufsopfer zunichte macht und damit das komplette Weltbild und die Zukunftshoffnung auf ewiges Leben zerstört. Dies ist aber positiv zu bewerten, da der Zeuge nun endlich wieder selbstbestimmt handeln und glücklich werden kann. Dieser Blog hat nicht das Ziel, zu erforschen, auf welche wahren Ereignisse biblische Begebenheiten zurückzuführen sein könnten.

      Sie sagen: „Sollte die Geschichte Noahs geographisch begrenzter abgelaufen sein (wie auch ich es vermute), stellt das das Gesamtkonstrukt der Heiligen Schrift nicht in Frage. Das würde es nur, wenn die Sintflut eine freie Erfindung gewesen wäre.“ Diese Meinung kann man haben. Ein Zeuge Jehovas hat sie – wie oben bereits gezeigt – definitiv nicht. Für ihn würde dann sein gesamtes Glaubensgebäude krachend in sich zusammenbrechen.

      Sie führen aus: „Die Antworten der Bibel im Ganzen sind die ganzheitlichste Antwort auf die Herausforderungen des Lebens. Auch ergibt sie einen klaren Sinn des Lebens.“ Das mag ja sein, ist aber völlig irrelevant. Es handelt sich um emotionale Beweisführung und damit um einen logischen Fehlschluss. Wer die Antworten der Bibel als klaren Sinn des Lebens sieht, kann das nur, wenn er glaubt, dass das, was die Bibel sagt, wahr ist. Wer aber glaubt, die Antworten seien wahr, weil sie ihn befriedigen oder ihm gefallen, begeht einen Logikfehler. Aus der Tatsache, dass einem etwas gefällt, kann man nicht schließen, dass es wahr ist. Unsere Beweggründe hier sind, dem zu folgen, was real und wahr ist. Alles andere ergibt nämlich keinen Sinn.

      Sie fragen: „Warum erzählen Sie nichts darüber, wie Zeugen Jehovas vormals drogenabhängigen oder auf die schiefe Bahn geratenen, oder gar völlig entwurzelten Menschen wieder einen Lebenssinn gegeben haben?“ Weil man hier abwägen muss zwischen dem Nutzen, den jemand dadurch hat, von Drogen losgekommen zu sein und dem Schaden, den er gleichzeitig hat, weil er in einen destruktiven Kult geraten ist. Derartige Erfahrungen gibt es nämlich zuhauf auch bei Scientology, den Mormonen und sicherlich auch beim IS. Im Prinzip wurde hier einfach nur die Illusion, die die Drogen verursachten, durch die Illusion, die der Kult bietet, ausgetauscht. Das mag in manchen Situationen das geringere Übel sein, ist aber auf Dauer nicht viel besser. Im Gegenteil. Wacht so eine Person aus der Bewusstseinskontrolle auf, ist sie schlechter dran als jemals zuvor.

      Sie sagen: „Die Bibel gibt sehr klare Antworten: Leider ZU konsequent aus der Sicht des heutigen rennenden Polit-Kapitalsystems. Und zwar klarere Antworten als alle selbsternannten Welterklärer und Besserwisser dieser Welt bisher gefunden haben.“ Genau das ist aber ja gerade das Problem an der Bibel. Die Realität ist so komplex, dass tendenziell eher derjenige Recht hat, der keine klaren oder nur Teilantworten geben kann, die zumindest in die richtige Richtung weisen. Wer klare Antworten gibt, liegt in der Regel falsch. Wer darauf hereinfällt, begeht wieder folgende emotionale Beweisführung und damit einen logischen Fehlschluss: „Weil die Antworten klar sind, gefallen sie mir. Also sind sie wahr.“ Deswegen liegt der Sinn dieses Blogs auch hauptsächlich darin, aufzuzeigen, was in jedem Falle falsch ist (denn das ist relativ einfach festzustellen – wie gerade gesehen), aber auch darin, welche Methoden existieren, um zumindest tendenziell in die richtige Richtung zu gehen. Hier ist vor allem die wissenschaftliche Arbeitsweise zu nennen, deren Ergebnisse in die korrekte Richtung weisen. Allerdings ist die Realität so komplex und grau (nicht schwarz oder weiß), dass die Menschheit höchstwahrscheinlich noch lange nicht alles weiß, was es zu wissen gibt.

      Sie schreiben: „Dagegen finde ich ehrlich gesagt es schon für eine ziemliche Dreistigkeit, alle, die sich mit JW beschäftigen, in die Ecke „verblendet“, „blind gehorsam“, oder gar „gefährdet“ (vor was eigentlich?), oder gar Ihrer Sinne beraubt zu rücken, finde ich ehrlich gesagt schon eine ziemliche Dreistigkeit. Ist es nicht viel mehr „Abarbeitung und Rache“, weil sie diese Gemeinschaft eben nicht teilen wollen?“

      Dies hat nichts mit Rache zu tun, sondern mit der Tatsache der Bewusstseinskontrolle, die in destruktiven Kulten ausgeübt wird und einen tatsächlich in großem Umfang nicht mehr selbstbestimmt handeln lässt. Der Autor des Flut-Artikels kann ein Lied davon singen.

      Sie meinen: „Lieber schließe ich meinen Bund mit Jehova für meine Rettung (später, denn was soll uns bitte in dieser Welt hier noch retten? Sie glauben doch bezüglich der Gier der Menschen nicht ernsthaft daran), indem ich versuche, die „inspirierte Schrift“ zu verstehen und danach zu leben. “

      Es gibt eine realistische Hoffnung für die Menschheit: die technologische Singularität, deren Anbahnung die Welt im Vergleich zum letzten Jahrhundert bereits VIEL besser in fast jeder Hinsicht gemacht hat. Man muss ja nur mal einen Blick in die Welt werfen, um zu sehen, wie toll sie im Vergleich zu früher ist. Ich frage mich tatsächlich oft, wie ich vor 25 Jahren ohne Internet überhaupt lebensfähig war. Nicht die Gier der Menschen ist das Problem, sondern irrationale Vorstellungen der Menschen. Sie sind in Wirklichkeit das größte Problem der Menschheit. Auch deswegen existiert dieser Blog.

      Im letzten Teil Ihres Kommentars gleiten Sie leider in Ad-hominem-Argumente ab. Ich finde dennoch gut, dass Sie Ihre Meinung gesagt und diesen Blog bereichert haben.

      Gruß,
      Micha

      Antworten
    2. Heinz sagt:

      Lieber Micha,

      danke für die Antwort, zu der Sie sich so spät abends noch Zeit genommen haben.

      Sie sind offenbar wissenschaftlich hoch gebildet, können einem wirklich die Welt erklären (in dem Blog wenig überraschend) und daher sind Sie (weiß ich aus mehrfacher Erfahrung) ehrlich gesagt viel zu clever für mich.
      Wenn Sie meine letzten Zeilen als „ad hominem Argumente“ betrachten, haben wir überdies ein diametrales Verständigungsproblem.
      Dieses werden wir aus meiner reichlichen Erfahrung solange nicht überwinden, bis ich 14x öffentlich zugebe, dass Sie in allen Ihnen wichtigen Punkten Recht haben. Weil Sie aus Ihrem Verständnis zum Realismus heraus scheinbar nur Ihren Standpunkt als den Richtigen erachten können. Dies gestehe ich Ihnen ohne Widerstand zu. Denn so funktioniert unsere Welt. Mein Sohn ist auch in Wissenschaften tätig. Er könnte Sie ein Stück weit gewiss verstehen, allerdings nicht in universitär-philosophischer Perspektive.

      Ihrer Argumentationskette zu Jesus werde zu folgen habe ich keinen zwingenden Grund, da in meinem Leben bisher mehr „gelogene Fakten“ als wahr angesehen werden, als mir lieb ist. (z.B. 9/11, wo es physikalisch nie und nimmer möglich ist, dass diese extreme und dichte Masse eines 400m Turms der zweithärtesten je verbauten Stahlklasse der Welt zu so einem kleinen Haufen zusammen fehlt. Befragen Sie mal Leute, die 40 Jahre schon Stahl kochen oder Konstruktionstechniker, die keine Angst haben müssen, sofort Aufträge zu verlieren …. Sie kriegen eine eindeutige und einhellige Antwort: Das ist mit Feuer nicht möglich.) Alles was in der Bibel steht, ist glaubwürdiger, als die offizielle 9/11 Story. Ich wünsche mir dazu nur Trump, der in einem Anfall mal irrtümlich twittert, was er in der geheimen Akte gelesen hat.
      Was selbst einem „Irrationalen“ einleuchtet, zimmert sich die Wissenschaft auch schon 18 Jahre zurecht, nur dass es in die Welt passt.
      Wer prangert nun diese kolossale 9/11er Lüge an? Ach ja, ich weiß schon. Verschwörungstheoretiker. (Das Wort wurde übrigens von den Gleichen erfunden und lanciert, die uns seit 100 Jahren diese Lügen aufgetischt haben.) Und was passiert? Ein paar Studien, ein paar Wissenschaftler, ach so seriöse „Quellen“ (z.B. gekaufte Experten)
      Das ist mir aber ohnehin egal, weil nebenbei 8 von 10 „Utopischen Theorien“, wie es früher hieß, welche im Jahr 2000 noch als Utopie gehandelt wurden, 2010 bereits nachgewiesene Realität waren. Der Sturz von Lehman z.B. . Galt 2000 als „too big to fail“ … was für ein Witz…

      Dennoch bedanke ich mich nochmals für die fundiert zusammengefassten Fakten aus allen Wissensrichtungen zur Sintflut, die in der Art für mich bisher wie gesagt erklärt wurde. Und sollte es so sein, dass ich eine sehr peinliche Erklärung von den JZ dazu bekomme, die mich zweifeln lässt, ob ich überhaupt noch 10 Zehen habe, werde ich hier sicher nicht zustimmen. „Konvertieren“ kommt für mich sowieso nicht in Frage. Es gibt ja noch weitere Themen, nicht nur zur Sintflut.

      Ich kann bislang nur bestätigen, dass
      – mein Leben selbst schon VOR dem Kontakt mit JZ die Weisheiten in der Bibel x-tausendfach bestätigt hat, erst umgekehrt dann die Bibel mein Leben.
      – dass von Niemandem Druck ausgeübt wird
      – dass Leute aus der Organisation gehen können, allerdings dabei nicht verachtet, sondern – klar vereinbart – nur sehr distanziert behandelt werden (Kürzlich konnte ich so ein Prozedere der Wiedereingliederung verfolgen. Wenn alles im Leben so offen möglich wäre!)

      Wie sicher Sie auch, beharre ich darauf, mir selbst mein Bild zu machen.
      Und wenn mein Bild mit dem von JZ nicht zusammen passt, werde ich mich auch dort bedanken. Für die besonders liebenswürdige Hilfe, die sehr interessanten Einsichten und für einen freundschaftlichen Umgang miteinander, der Seinesgleichen sucht. Die , den Sie bis rüber zum IS spannen, ist selbst mit dem Bogen, den Sie benutzen

      Ich habe Strukturen wie Amway gesehen, mehrere „Gutmensch-Gruppen“ die mich allen Ernstes derart sektiererisch vom Gras „überzeugen“ wollten, wie es JZ niemals wagen würde, auch der Guru Sathya Sai Baba (in der Flüchtlingshilfe am Balkan) ist mir schon untergekommen.
      Daher denke ich doch, dass ich noch weiß, wo die Windrichtungen sind und wo oben und unten.

      Ich habe mit Ihrem Blog viel Zeit gewonnen, die ich nicht ver-diskutieren möchte.

      Mit den besten Wünschen
      Heinz

      Antworten
    3. Heinz sagt:

      PS: Da ich vorhin keine Zeit zu redigieren hatte:
      Zum missglückten Satz: „Die , den Sie bis rüber zum IS spannen, ist selbst mit dem Bogen, den Sie benutzen“
      Soll heißen: „Die Beispiele, die Sie bis rüber zum IS spannen, ist selbst mit dem Argumentationsbogen, den Sie benutzen schon so etwas wie eine sehr üble Nachrede. Sie vergleichen eine in Deutschland nach vielen Jahren der Prüfung zugelassene Körperschaft mit dem schlimmsten Terroregime unserer Zeit.
      Ich muss mich ja darüber nicht aufregen. Doch das ist ist nicht nur bemerkenswert. Es ist in meinen Augen ziemlich perfide formuliert.
      Sie sind ziemlich clever.

      Antworten
  28. Para sagt:

    Hallo lieber Heinz,

    besser als mein „Vorschreiber“ Micha kann man die logischen Fakten wohl nicht zusammenfassen.
    Das möchte ich auch nicht.
    Trotzdem drängt es mich, Ihnen eins zu schreiben: Bitte nicht böse sein, aber Sie können absolut nicht nachvollziehen, wie es ist, von Geburt an ein Zeuge Jehovas zu sein. Offiziell bin ich noch einer. Obwohl ich es nicht möchte. Doch wenn ich öffentlich bekanntgebe, dass ich nicht mehr glaube, dass dies die einzig wahre Religion ist, werde ich abtrünnig.
    Können Sie Sich vorstellen, was das heisst? Menschen, die ich über alles liebe, werden mich absolut meiden. Mein Kind. Meine Mutter. Mein Vater. Und das nicht, weil sie böse Menschen sind. Nein, weil sie die liebsten Menschen sind, die ich kenne. Weil sie mich dadurch retten möchten. Und gleichzeitig werden sie Angst vor mir haben. Vor meinen abtrünnigen, teuflischen Gedanken. Ich weiss ja so genau, wie sie fühlen werden. Denn noch vor einem Jahr hätte ich auch so gefühlt. Noch vor einem Jahr hätte ich auch so gehandelt.
    Ich lebe mein Leben ohne eine Stimme zu haben. Denn es würde mir das Herz zerreißen, wenn meine Tochter weint, weil ich in Harmagedon sterben werde.
    Wahrscheinlich können Sie meine Gefühle nicht so richtig nachvollziehen. Ich verstehe das. Aber wissen Sie, wer es kann? Menschen, die selbst einmal unter Bewustseinskontrolle durch Zeugen Jehovas standen und sich durch harte Arbeit und Nachforschung befreit haben. So wie z.B. Oliver Wolschke. Wahrscheinlich muss man es wirklich selbst erlebt haben.
    Ich liebe Zeugen Jehovas. Oliver und andere Aktivisten auch….deshalb gibt es solche Seiten.
    So, das wollte ich sagen. Und dabei soll es auch bleiben. Ich möchte jetzt keinen Dialog starten. Ich bin ehrlich. ICH hätte nicht die Kraft dazu.

    Liebe Grüße
    Para

    Antworten
    1. Heinz sagt:

      Hallo Para,

      vielen Dank für die Antwort, die mich im Grunde überrascht, allerdings nicht im Inhalt selbst.
      Da ich ein Mensch bin, der teilweise heutzutage ziemlich ungebetene Ansichten gegen den Strom vertritt (und das mit klarer Stimme), wollte ich im Grunde nur vorbei schauen, um zu sehen, ob man auch hier Unangenehmes löscht. Ist ja heute so üblich in unserem „tollen System“.

      Gewiss kann ich Ihnen über die Antwort nicht böse sein. Ganz im Gegenteil.

      Wir sind nicht getauft und ÜBERLEGEN uns das auch gut. Die Zeugen, die mit uns Bibelstunden machen, wissen das glasklar.
      Da ist kein Druck, nichts! Wir informieren uns über alles, was Getaufter unsere Pflicht vor Gott wäre. Für uns steht irgendwann die Entscheidung an, getauft zu werden oder ohne Taufe nach der Bibel zu leben, was wir bereits jetzt versuchen, so gut wie möglich zu praktizieren.

      ÜBERLEGEN! Das ist wohl etwas, was viele nicht können. Vorher zu überlegen, wozu man sich entscheidet. Da mein Leben voll von solchen grundlegenden Entscheidungen ist, welche sich besonders neugrüne Jusos und selbsternannte Gutmenschen mit ihren Eigendefinitionen der Weltordnung samt staatlich geförderter Bevormundung natürlich bequem ersparen, interessierte ich mich seit früher Kindheit für die Wahrheit. Die Zeitung las ich mit 7-8, verstand ziemlich schnell, dass die Welt (k)ein Märchenbuch ist.
      Ich lebe ohnehin seit meiner Kindheit mit Lüge, Gewalt, Heuchelei. Seit ich mich erinnern kann, bezahle ich für das Pochen auf Ehrlichkeit und Anständigkeit. Und das nicht zu einem geringen Teil dauerhaft bar cash. Als Außenseiter in der Schule, später im Beruf, von Privat gar nicht zu reden. Bislang begegneten mir auch gute Menschen. Jedoch in totaler Übermacht eine absolut verlogene Gesellschaft bar jedes Realismus.

      Wir alle wissen im Grunde, dass dieses Weltsystem von Anfang an kaputt war und in den letzten 2-300 Jahren endgültig den biblisch vorausgesagten Weg in den Abgrund eingeschlagen hat. Diverse Voraussagen, 1914 hin oder her. Es ist eine klar sichtbare Linie. Für Gott war es seit dem ersten Sündenfall nie eine Frage, dass der Mensch alles besser wissen und blind in die Endzeit rennen würde. In meinen Jahrzehnten des Lebens bestätigte sich leider das Bild, das sich nun in den Bibelstudien schriftlich bestätigt. Ich befasste mich als junger Katholik mal mit der Bibel und fand die Schriften hochinteressant. Das Leben drängte mich weg von diesen bekannten Tatsachen. Ich wiederhole und konkretisiere: DAS LEBEN DRÄNGTE MICH WEG. Passiert jedem. Stört Niemanden. Interessant, oder?
      Konkret gesagt: Das SYSTEM drängte mich weg. Brav arbeitend war ich bislang denke ich im Gesamtvergleich ein vorbildlicher Bürger, Diener und Steuerzahler, der sich auch seiner Nachkommenschaft mit engagierter, konservativ klarer, jedoch relativ freier Erziehung widmete. Eine Frage dazu, die mir von einem betroffenen Vater mal gestellt wurde. „Was hat denn eigentlich der Vater als Zahlesel hier neben einer Kampfemanze noch zu sagen, wenn er selbst vor dem Familiengericht (in der mitteleuropäischen Ausführung sowieso der ungerechte Wahnsinn per se) mit lauter emanzipierten Richterinnen steht? Eine Frage, auf die die Bibel auch recht klare Antworten gibt. Und Nein: Ich bin mehr für Gleichberechtigung, als meine Frau. Nur kann ich diese Ausdrücke wir „gap“ und den Genderwahn nicht mehr haben.

      Nun. Was ist der Dank für einen „braven Mann der westlichen Freiheit“? Der Staat zieht einen ab und stellt einem als Selbstständigen die Küche kalt (ach so wunderbar tolerant und menschlich!!!, man wünscht sich direkt ein unpfändbarer Sozialprofiteur zu sein), wenns mal nicht so gut läuft im Leben. Den Rest besorgt das Umfeld der privaten Vampire.
      Meine Frau, die seit längerem schwer krank ist, muss dafür im System um Hilfe bei der Heilungsunterstützung betteln gehen, während sich Menschen, die sich im Leben bisher monetär oder sagen wir „systemisch“ vor lauter Faulheit noch nicht mal eigene Schuhe verdient haben, hier politisch und gesellschaftlich durch mutlose Heuchler abgedeckt, hinten und vorne bedienen, wie es ihnen passt.
      Ach ja, ich hab ja ganz vergessen. Dafür sind sicher auch die JZ, die sich um den Nächsten in solchen Situationen fraglos kümmern, verantwortlich.

      Und jetzt kommt es ganz DICKE: Ich bin nicht der Einzige, nein es gibt Millionen allein in Deutschland, die Ihren Schmerz, den Sie als „Ausgeschlossener“ erleiden würden, ganz ohne JZ ohnehin schon erleiden. Wenn Sie nicht „der BRINGER“ sind, ihre Kinder nicht mehr vorne und hinten mit Geld sponsern, um deren Orientierungslosigkeit in deren Konsumwut noch zu befriedigen, wenn sie nicht einstimmen in diesen Teufelskreis des Raubkapitalismus…. wenn Sie wohlmöglich nichts (mehr) zu vererben haben… ja dann… ist es nur eine Frage der Zeit, dass die Kinder plötzlich keine oder gar keine Zeit mehr für Sie haben. Und: Dass man (natürlich wieder auf Kosten Anderer) allein ins Altersheim abgeschoben wird.

      Viel Schlimmeres, als es der Ausschluss von JZ mit sich bringt, wird Ihnen von diesem tollen „System“ auch in der Verwandtschaft geboten. Wenn Sie über kein whatsapp verfügen, werden Sie über kurz oder lang persönlich abgehängt – weil Sie den Menschen um Sie herum nicht den Minutentarif oder gar eine Telefon-Flat für 50 Euro all in wert sind. Und ja. Die Zeit. Wer hat Zeit? Es ist eher die Frage: Für was?
      Übrigens sind das meist auch Menschen, die so schwer überall in der Kreide stehen, dass sie nicht mal mehr wissen, wie sie den Deckel auf dem Schuldendampfkessel halten sollen. Denn wenn auch nur EINER in dieser ach so freien Gesellschaft davon erfährt, dass sie in Wahrheit nun eisern sparen müssten – landläufig ja als „Knicker“ bezeichnet – werden sie automatisch gemieden. „Mit so einem kann man ja nichts feiern. Langweilig. Partycrasher. Und womöglich auch noch Trost im Alk. Nein. Den braucht echt keiner“ (Saufen tröstet nur, wenn man es selbst tut, nicht wahr?).

      Da ich Gott sei Dank keine Schulden mehr habe und alles was man sich an gesellschaftlicher Ignoranz und Arroganz vorstellen kann, hinter mir habe, kann ich das alles mit Verlaub und Blick von der Seite schreiben.

      Ich verstehe Ihre Gefühle, weil Sie sich, da hinein gewachsen, in Geiselhaft fühlen, sehr gut. Deswegen sehe ich mir die Zeugen Jehovas und deren Botschaft sehr gut an. Bislang kann ich keinerlei „Drang“ oder „Zwang“ feststellen. Bei der Sintflut stehen mir z.B. noch immer Antworten aus, die für mich schlüssig sind.
      Eines kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Warum Menschen, die die Regeln genau kennen, sich nicht daran halten wollen.
      Wenn ich heirate, und das Leiden meiner Frau über Jahre mit tragen muss, renne ich doch auch nicht davon, oder?
      Ich habe mich entschieden und es geschworen. Wenn sie mir untreu würde, wäre das etwas anderes. Doch ist sie das nicht. Und werden auch JZ nicht untreu. (oder eben ausgeschlossen!)

      Und ich finde das in Ordnung. Weil genau wir Menschen im System nicht bereit sind, etwas Unrichtiges abzulehnen, leben wir genau in diesem System. In dem nicht alles schlecht, aber in Betrachtung der selbstlosen Nächstenliebe (existiert sie im System überhaupt noch?, lesen Sie „Systembriefe“…) extrem viel FALSCH und vor allem nur mehr auf Lügen aufgebaut ist.

      Noch dazu, da ich von vielen Berichten von JZ-Ausgeschiedenen weiß, dass man zwar gemieden, jedoch nicht verachtet wird.
      Das ist doch im Gegensatz zum heute täglich gängigen gesellschaftlichen Ausschluss noch ein Lüftchen! Heute werden sie doch außerhalb von JZ als Mensch, der noch normal konsumiert und in die Lügen einstimmt: Gemieden. Aber wenn es nur das wäre. Sie werden Gemobbt, per whatsapp intrigiert, beschimpft, gegrüßt sowieso nicht mehr. Gegenteilige Meinung? Pfff… da kriegen Sie maximal noch 2-3 Standard-Pause-SMS (ersparen Sie sich den üblichen SMS-Krieg lieber). Meinungsfreiheit? Aber nur wenn Sie ein Systemfaschist sind, der einhellig in alles einstimmt, wie es vor 90 Jahren in dunkelster und dümmster Weise der Fall war.

      Wenn das Leben in der Organisation doch so schlimm und im Leben beschneidend sein soll: Warum gründen Sie hier nicht alle eine Community, die diese Menschen mit Ihrem Schicksal auffängt?
      Wir haben in Deutschland doch (scheinbar) für alles ne Antwort und Lösung. Ich habe jedoch schon eine Vermutung, die Ihnen vielleicht auch schon schwant. Von all diesen tollen „Lösungen“ weltweit wird man bis auf ganz wenige Ausnahmen enttäuscht. Nämlich dann, wenn es (dauerhaft) um den eigenen Vorteil geht. Der echte Freund. Gefunden? Wie lang, wie ehrlich, wie viele?
      Wir Menschen als Gesellschaft sind an einem Punkt, an dem es nicht mehr funktioniert. Warum, steht genau in der Bibel. In allen Facetten.

      Friday4Future… über 80% von denen buchen Flugreisen.
      Politik: Ein riesiger Teil im linken Spektrum als echt faschistische, gefährliche Extremisten, die gesellschaftlich mit millionenfachen kommunikativen Eiertänzen hofiert werden.
      Die Frau, die den ganzen Tag es nicht schafft, nur halbwegs eine Ordnungsstruktur herzustellen, weil sie mit APPs samt Waschweiber-Community beschäftigt ist.
      Der Mann, der TAGE damit verbringt, sich im Internet zum Abreagieren die neuesten Karossen (und dazugehörige Frauen) rein zu ziehen und dabei
      Das Modell „Freundschaft plus“ – überhaupt der feuchte Traum aller Menschen, die absolut keine Verantwortung mehr übernehmen wollen.
      Hunderte weitere Beispiele täglich könnte man aufzählen.
      Jeder hat die Freiheit, jeder hat die Wahl. Völlig egal, wie dumm und dämlich. Hauptsache FREI, wie es die 68er in ihrem Kiffrausch wollten.
      Sie haben die Ziele erreicht. IHRE Ziele. Alles Andere existiert für diese Menschen doch nicht. Und NEIN: Es ist keine Minderheit mehr. Dieser Lifestyle wächst exponentiell. Das kann doch nicht gehen. Und wenn Sie mich nun fragen, was die Lösung ist: Ich vertraue da lieber in Jehova/Gott/Jahwe, wie Sie wollen. Sicher nicht in ein System, das den ganzen Globus betrügt und belügt.

      Ich habe mich noch nicht entschieden. Meine Frau, die die ganze Bibel fast wörtlich kennt, auch nicht.
      Wir wissen als Eltern mit Ahnung von anständiger, mehrfach praktizierter Erziehung nur Eines: DIESES SYSTEM hier produziert letztlich nur Konsumroboter und geistige Menschenleichen.

      Jedem das Seine. Jeder hat die Wahl!

      Wir werden unsere Entscheidung in Ruhe treffen. Wir werden uns auch nie es heraus nehmen und für Andere entscheiden.
      Wir sehen nur, dass es uns bislang sehr gut tut und ich für meinen Teil mich wesentlich besser hinterfragen kann, als vorher.

      Wir sollten mit „Leiden“ und „Beziehungen“ nicht nur immer an uns selbst denken.
      Wenn ich Ihnen noch einen Rat von Außerhalb der Organisation aus dem Leben geben darf:
      An Ihrer Stelle würde ich mir überlegen, ob es nicht nur Sie sind, die unter Ihrem Beschriebenen leiden.
      Wäre ein eigentständiger Austritt nicht besser?
      Und zwar für Sie wie auch ihre Familie der JZ?
      Auch diese Menschen leiden darunter, dass es Ihnen nicht gut geht.
      Sie würden auch sehr darunter leiden, wenn Sie „abtrünnig“ werden.

      Doch eines kann ich Ihnen aus meinem Gefühl heraus versichern. Diese Menschen werden ziemlich sicher stabiler im Leben stehen, in der Hoffnung, dass sie nur die „Schleife der Selbsterkenntnis hinaus“ nehmen. Denn diese Menschen wissen, wovon sie hinsichtlich der Wahrheit sprechen. Ob dies auch Ihre Wahrheit ist, sollte nur einer entscheiden, und dazu sind Sie von Gott berufen: SIE!

      Ich wünsche Ihnen das Allerbeste, den Mut zur richtigen Entscheidung und einen schönen Tag.

      Beste Grüße
      Heinz

      Antworten
  29. Hans-jürgen Rosiak sagt:

    Im Ansatz völlig irreführend! Dann hätte jedes Tier nur 0,7 Quadratmeter für ein ganzes Jahr. In der Käfighaltung wäre jedes Huhn froh wenn es 0,7 Quadratmeter zur Verfügung stehen hätte allerdings müssen in der Käfig Tierhaltung drei bis vier Hühner auf dieser Fläche Leben und zwar ein Leben lang . Sie überleben zwar irgendwie aber sie überleben. Wie blöd soll Noah und seine Familie gewesen sein Mann nimmt ein Meerschweinchen stellt dieses auf dem Boden undenkbar es nimmt eine Fläche von 0,7 Quadratmeter ein. Bei der Berechnung nur die Quadratmeterzahl zugrunde zu legen und nicht den Rauminhalt ist absolut irreführend was die Kapazität der Arche betrifft. Warum stellt der Herr wolschke so irreführende Argumentationen ins Netz- völlig unausgegoren. Dies ist nur ein kommentiertes Beispiel. Dem aufgeschlossenen Leser obliegt es Herrn wolschke und seine Argumentation einmal näher zu hinterfragen.
    Tatsache ist doch dass die Zeitgenossen Noahs ausgelöscht wurden weil sie in moralischer Hinsicht komplett verrottet waren- ein Zustand auf dem sich die Menschheit in der Neuzeit mit rasenden schritten drauf zu bewegt. Die Greueltaten und moralischen Entgleisungen des Menschen haben ein solches Ausmaß erreicht das Mutter Erde uns normalerweise ausspeien müsste . Warum Gott dann verurteilen wenn er diesen munteren Treiben ein Ende setzen will und dies auch schon einmal getan hat und dies zu Recht . Ich glaube das Herr wolschke ein ernsthaftes moralisches Problem hat. Jesus Christus hat die sintflut als ein historisches Ereignis gelehrt. Will man Jesus Christus unterstellen dass er ein schlechter Mensch war völlig lieblos und rachsüchtig. Nein er hat die Persönlichkeit seines Vaters in vollkommener Weise widergespiegelt. Allerdings kündigte er der Menschheit das Gericht an und wie bereits erwähnt zurecht. Wir müssen eine Entscheidung treffen entweder für Argumentationen wie Herr wolschke sie zum Besten gibt oder für die Lehren Jesu Christi. Jesus war der Sohn Gottes und die Auferstehung Jesu bestätigt seinen Anspruch. Man sollte sich daher ernsthaft mit den historischen Fakten der Auferstehung Jesu auseinandersetzen. Und hierfür braucht man kein Zeuge Jehovas zu sein. Entweder war Jesus das was er zu sein beanspruchte oder ein religiöser Spinner. Wenn er nicht der Sohn Gottes war dann war er der größte Betrüger der jemals gelebt hat. Nicht einmal ein guter Mensch da er die Menschheit nach Strich und Faden belogen hat. Ich für meinen Teil entscheide mich für die Wahrhaftigkeit der Worte des Sohnes Gottes. Jesus hat immer der Wahrheit gesagt und konnten trotz massiver Bemühungen keiner Lüge überführt werden. Und Jesus hat Referenzen wenn man alleine an das Spektrum erfüllter biblischer Prophezeiung bezüglich seiner Person denkt. Darum schätze ich das Zeugnis dass Jesus Christus gegeben hat bezüglich der Historizität der weltweiten Flut als früher ein wie das Zeugnis von Herrn wolschke. Ich glaube allerdings nicht dass dieses Schreiben veröffentlicht wird.

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  30. Siggi sagt:

    Das geht ja ziemlich hoch her bei dem Thema. Auch ich habe früher das meiste in der Bibel, was nicht klar allegorisch war, wörtlich genommen, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich die beiden Stammbäume Jesu verglich. Das hatte massive Auswirkungen auf mein Glaubensleben. Leider wird von vielen Christen ähnlich wie bei den Z.J. ein Entweder-Oder aufgebaut. Entweder man glaubt alles wörtlich (Fundamentalisten) bzw. bei den Zeugen, was die WTG sagt, oder man ist kein Christ. Ich glaube heute immer noch an Gott und die Bibel hilft mir im Glauben, aber die Einsicht, dass ich nicht alles wörtlich nehmen muss, hat mich befreit und manch innerliches Unbehagen gerade mit Dingen aus dem AT beendet.

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